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Fall Adelsmayr - Verhandlungstermin in Dubai fand statt

Der Mordprozess gegen den in Dubai angeklagten oberösterreichischen Mediziner Eugen Adelsmayr ist heute, Mittwoch, fortgesetzt worden. Der Arzt war zum dritten Mal in Folge in Bad Ischl geblieben, er wurde von einem Mitarbeiter seiner Anwältin vertreten.

Der mittlerweile zwölfte Verhandlungstermin hat "knapp eine Dreiviertelstunde gedauert", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal. Als nächster Termin wurde der 15. April 2012 angesetzt.

Mitangeklagter von Adelsmayr einvernommen

"Es ist bei der heutigen Verhandlung nicht um meine Person gegangen, sondern um den indischen Mitangeklagten", sagte Adelsmayr zur APA. Ein Zeuge wurde einvernommen, erläuterte Launsky-Tieffenthal. Dabei handelte es sich um jenen Mediziner, der das Gutachten, auf dem die Mordanklage gegen Adelsmayr basiert, übersetzt und offenbar manipuliert hat. Das Expertenpapier wurde ursprünglich von der "Dubai Health Authority", dem staatlichen Krankenhausträger, auf Englisch verfasst. Bei der Übersetzung ins Arabische fehlten plötzlich 19 Seiten. Alle für den 52-jährigen Bad Ischler entlastenden Punkte wurden weggelassen bzw. einige Punkte hinzugefügt, die im Original nicht zu finden sind. "Der Mediziner wurde völlig unbeschadet und unbelangt als Zeuge vernommen, als hätte die Fälschung nie stattgefunden", konstatierte Adelsmayr. "Die Tatsache, dass er noch als Zeuge qualifiziert ist, ist sehr irritierend." Bei der heutigen Einvernahme sei es um medizinische Fragen, wie etwa den Todeszeitpunkt des verstorbenen Patienten, dessen Tod dem Oberösterreicher vorgeworfen wird, gegangen, erläuterte Launsky-Tieffenthal.

Weitere Unterlagen angefordert

Der vorangegangene Verhandlungstermin am 18. März war vertagt worden, das Gericht hatte weitere Unterlagen von den Gesundheitsbehörden angefordert. Diese seien heute "weitestgehend in Kopie vorgelegen", sagte der Sprecher. Allerdings habe der Richter gefordert, dass sie bei der nächsten Verhandlung im Original vorgelegt werden müssen. Auch habe der Jurist "angedeutet, dass es zu weiteren Zeugeneinvernahmen kommen könne", berichtete Launsky-Tieffenthal. Wie bei sämtlichen vorangegangenen Terminen war auch heute der österreichische Botschafter in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Julius Lauritsch, als Beobachter vor Gericht dabei. Dem 52-jährigen Oberösterreicher und seinem indischen Kollegen wird der Tod eines Patienten im Februar 2009 durch unterlassene Hilfeleistung und eine hohe Dosis Opiate zu Last gelegt. Dafür droht dem Bad Ischler im Wüstenstaat ein Strafrahmen von drei Jahren Haft bis hin zur Todesstrafe. (APA)
(Quelle: S24)

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