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Faustball: Spiele der Entscheidung

Die Faustballerinnen des ATSV Salzburg kämpfen in den kommenden Tagen um den Verbleib in der Bundesliga. Coach Michael Reisenberger setzt dabei vor allem auf Kapitänin Teresa Pichler.

Auf dem Panoramaplatz am Salzachsee bereiten sich die Damen des ATSV Salzburg auf die kommenden Partien vor. Am Donnerstag trifft das Team von Trainer Michael Reisenberger im Aufstiegs-Play-Off auswärts auf Rohrbach, zwei Tage später gilt es bei Arnreit II zu bestehen. „Wenn wir beide Spiele gewinnen, dann werden wir auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen“, erklärt Reisenberger.

 Eine wichtige Rolle dabei spielt Kapitänin Teresa Pichler. Die Zuspielerin kommt aus einer sportlichen Familie. „Mit sechs Jahren musste ich mich entscheiden, was ich machen will. Entweder Fußball, Faustball oder Skispringen wie mein Bruder“, erinnert sich die St. Veiterin. Die Wahl fiel auf Faustball. Ein Sport, der in der Familie Tradition hat. Ihr Vater Georg Pichler war selbst aktiv.

Vor zwei Jahren wechselte die 18-Jährige zum ATSV Salzburg. „Mein Team in St. Veit hat sich aufgelöst. Ich musste mir einen neuen Verein suchen. Da ich in Salzburg die Schule besuche, kam mir das Angebot des ATSV gerade recht.“ Für die Mozartstädterinnen lief es in dieser Saison nicht nach Wunsch. Im Grunddurchgang der ersten Bundesliga erreichte das Team lediglich den siebenten Platz und verpasste damit das Meister-Play-Off.

Umso erfolgreicher läuft es für Teresa Pichler im Nationalteam. Bei der U18-Weltmeisterschaft in Namibia siegte sie mit der österreichischen Auswahl im Finale gegen Deutschland. Namibia sei ein Land der viele Gegensätze. Der Staat an der Südwestküste Afrikas ist flächenmäßig zehn Mal so groß wie Österreich, hat aber lediglich zwei Millionen Einwohner. „An einem Tag sind wird durch die Wüste gefahren und haben an einer Safari teilgenommen. Am nächsten Tag haben wir dann am Meer die Robben gefüttert“, so Pichler.

Die Hauptstadt Windhoek (400.000 Einwohner) sei sehr modern, nur am Rande gebe es einige Slums. Durch frühere Kolonien sprechen sehr viele Bewohner Deutsch, das bis 1990 neben Englisch und Afrikaans auch Amtssprache war. Und eines hat Pichler ebenfalls verwundert. „In den Teams von Namibia waren zahlreiche blonde Spieler dabei. Damit hätte ich nicht gerechnet.“ 

In den kommenden Wochen muss Teresa Pichler wichtige Entscheidungen treffen. Derzeit büffelt sie für die mündliche Matura am Sportgymnasium Nonntal. Die schriftliche Matura hat sie bereits erfolgreich absolviert. Im Herbst will sie dann Sport und Englisch in Graz studieren. Den Faustball-Sport will sie auf keinen Fall aufgeben. „Leider gibt es in Graz kein Damenteam. Ich hoffe, dass ich bei den Herren mittrainieren und an den Wochenenden mit Salzburg die Meisterschaftsspiele bestreiten kann“, erklärt die 18-Jährige.

(Quelle: S24)

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