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Fenninger gewann Aare-RTL, Brem erstmals Dritte

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Mit dem sechsten Weltcupsieg der Karriere hat Anna Fenninger der Deutschen Maria Höfl-Riesch endgültig den Fehde-Handschuh um den Gesamtweltcup hingeworfen. Die Salzburgerin gewann Donnerstag den Riesentorlauf in Aare vor der Französin Anemone Marmottan (0,21) und ihrer Teamkollegin Eva-Maria Brem (0,39), die erstmals in ihrer Karriere auf das Podest kam. Ex-Aequo-Dritte wurde Lara Gut (SUI).

Fenninger hat damit sechs Rennen vor Schluss im Kampf um die Große Kristallkugel nur noch 67 Punkte Rückstand auf Höfl-Riesch, die nur 21. wurde. Am Freitag folgt in Aare der nächste Riesentorlauf, Fenninger kann die Weltcupführung übernehmen.

"Unglaublich, der obere Teil war nicht hundertprozentig, aber unten habe ich einen tollen Lauf erwischt. Ich habe gemerkt, dass ich extrem schnell war. Aber weil ich im Ziel nur zwei Zehntel vorne war, habe ich eigentlich nicht geglaubt, dass es reichen wird. Aber nach mir ist keine mehr ohne Fehler runtergekommen", sagte Fenninger, die in der Riesentorlauf-Wertung nur noch 54 Zähler hinter der Schwedin Jessica Lindell-Vikarby liegt.

Weil Höfl-Riesch in ihrer schwächsten Disziplin über Platz 21. nicht hinaus kam, verringerte die Österreicherin ihren Rückstand im Gesamtweltcup deutlich. Am Freitag kann sie sogar die Führung übernehmen, danach stehen noch ein Slalom in Aare sowie eine Abfahrt, ein Super-G, ein Riesentorlauf und ein Slalom in Lenzerheide auf dem Programm. "Ich finde es cool, dass es möglich ist. Ich fühle mich aber weiter in der Außenseiterrolle, weil die Maria zwei Rennen mehr hat, in denen sie 100 Punkte machen kann", sagte Fenninger und meinte damit die Torläufe, die sie selbst nicht bestreitet.

Die rennfreie Zeit während Olympia optimal genützt hat die daheimgebliebene Eva-Maria Brem. Die Riesentorlauf-Spezialistin arbeitete mit ihrer Skifirma und freute sich zu Tränen gerührt darüber, dass sie so schnell Früchte in Form eines dritten Platzes ernten durfte. "Der zweite Lauf war sehr gut, ich freue mich, dass ich an die Grenze gehen konnte", meinte die Tirolerin, die zuvor im Weltcup einmal Vierte war (März 2013 in Ofterschwang). "Unglaublich, dass mir das heute gelungen ist. Nach einem richtigen Tief so ein Ergebnis", jubelte die 25-Jährige.

Wie die zur Halbzeit noch führende Slowenin Tina Maze (Fünfte) und nach dem ersten Durchgang zweitplatzierte Nadia Fanchini (ITA/27.) erwischte auch Kathrin Zettel keinen perfekten zweiten Lauf, die Niederösterreicherin verlor als Gesamtsiebente und zweitbeste Österreicherin aber letztlich nur einen Rang. "Ich weiß nicht, was passiert ist, ich war unten ein wenig zu gerade, das kostet halt extrem viel. Schade. Es wird sicher morgen sehr ähnlich werden. Ich habe gezeigt, dass ich sehr schnell fahren kann, für den unteren Teil muss ich mir was einfallen lassen", meinte Zettel.

Michaela Kirchgasser schnaufte nach der schwachen Riesentorlauf-Saison kräftig durch, hatte sie doch wieder einmal ein Ergebnis ins Ziel gebracht. Die Salzburgerin verbesserte sich im zweiten Lauf von Rang 19 auf 12. "Im ersten Durchgang war von der Piste her nicht mehr all zu viel möglich, es fehlt mir ja auch ein bisschen an Selbstvertrauen. Der zweite war okay. Ich freue mich, dass ich wieder ein Ergebnis im Ziel habe."

Die 19.-platzierte Elisabeth Görgl hat im "Riesen" noch einiges an Arbeit vor sich: "Ich bringe es bei diesen Verhältnissen nicht auf den Punkt", sagte die Steirerin. Nicht für das Finale qualifiziert hatten sich Stefanie Köhle (38.), Stephanie Brunner (40.), Andrea Fischbacher (44.), Ramona Siebenhofer (46.) und Bernadette Schild (48.).

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 26.02.2021 um 02:13 auf https://www.salzburg24.at/archiv/fenninger-gewann-aare-rtl-brem-erstmals-dritte-44914144

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