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Firmen schulden den Krankenkassen 920 Mio. Euro

Österreichische Unternehmen schulden den Gebietskrankenkassen insgesamt 920 Millionen Euro. Das geht aus einer Anfragebeantwortung durch Sozialminister Hundstorfer (SPÖ) hervor. Die größten Rückstände musste mit 360 Mio. Euro die Wiener Gebietskrankenkasse verzeichnen, gefolgt von der GKK Oberösterreich mit 165,9 Mio. Euro und der GKK Niederösterreich, die 118,7 Mio. Euro an Außenständen beklagte.

Die Höhe der Beitragsrückstände, die als uneinbringlich abgeschrieben werden mussten, belief sich im Jahr 2013 auf 169,9 Mio. Euro. Österreichweit könnten rund 99,4 Prozent der vorgeschriebenen Beiträge eingebracht werden, ca. 3,91 Prozent der vorgeschriebenen Beiträge müssten gemahnt und rund 0,83 Prozent der vorgeschriebenen Beiträge in Exekution gezogen werden, heißt es in der Beantwortung.

"Die Zahlungsmoral der Unternehmer ist fahrlässig!", kritisierte SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger, der die Anfrage gestellt hatte, am Dienstag und rief die Unternehmer auf, den Schuldenstand "so schnell als möglich" zu tilgen. Hundstorfer verwies in der Anfragebeantwortung darauf, dass das Sozialministerium mit den Sozialpartnern und mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger eine Arbeitsgruppe einrichten wird, die sich mit dem Sozialbetrug durch Scheinfirmen bzw. mit der Früherkennung von Scheinfirmen weitergehend befassen wird.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 27.02.2021 um 11:43 auf https://www.salzburg24.at/archiv/firmen-schulden-den-krankenkassen-920-mio-euro-44973559

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