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Flüchtlinge haben die Votivkirche verlassen und ziehen ins Servitenkloster

Am Sonntag haben die Flüchtlinge in der Wiener Votivkirche das ihnen angebotene Quartier im Servitenkloster angenommen und sind übersiedelt. Dort werden sie unter besseren Bedingungen leben und weniger Unterstützung brauchen, so ein Sprecher der Flüchtlinge.

"Nach dem Camp im Park war die Kirche ein wichtiger Ort für unseren Protest. Wir sind nun froh, unser Bemühen um bessere Bedingungen für die Flüchtlinge und um eine sichere Zukunft für alle an einem neuen, offenen Ort und in einer regulären Wohnsituation fortsetzen zu können", so Adalat Khan, ein Sprecher der Flüchtlinge, in einer Aussendung am Sonntag. Es tue den Flüchtlingen leid, dass sie den Pfarrangehörigen Unannehmlichkeiten bereitet haben, "aber wir wollten niemanden stören, nur unsere Menschenwürde verteidigen." Der ehemalige Wirtschaftsstudent Mir Jihangir ergänzt: "Wir möchten uns auch bei der Caritas und den Johannitern bedanken. Sie haben uns oft sehr geholfen. Im Kloster werden wir aber unter besseren Bedingungen leben können und sind dann viel weniger auf Unterstützung angewiesen."

Flüchtlinge nicht mehr in der Votivkirche

Am Sonntag sind die Flüchtlinge in das Servitenkloster in Wien-Alsergrund übersiedelt. Es handle sich um "eine gute, friedliche Lösung" so Klaus Schwertner von der Caritas, der betonte, die Flüchtlinge hätten sich selbst zu diesem Schritt entschieden und wollen mit den Behörden kooperieren. Da sie ihrer Meldepflicht und Mitwirkungspflicht nachkommen wollen, bestehe auch kein Anlass für die Verhängung von Schubhaft, so Schwertner. Er möchte sich weiterhin dafür einsetzen, dass es zu Verbesserungen des österreichischen Asylwesens kommt. (APA/ Red.)

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