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Franky Zorn wieder WM-Dritter

Der Saalfeldner Franz Zorn hat sein Ziel WM-Bronze im Eisspeedway erreicht. Der Salzburger rettete in der Gesamtwertung nach acht Läufen zwei Punkte Vorsprung auf seinen Verfolger Junir Basejew über die Distanz. Archiv-Videos 

Damit wiederholte der 38-Jährige seinen Vorjahreserfolg und etablierte sich erneut inmitten der russischen Phalanx. Weltmeister wurde der Russe Nikolaj Krasnikow.

Dieser entschied alle acht Läufe für sich und war mit dem Punktemaximum von 200 Zählern unangefochten. Sein Landsmann Danil Iwanow steuerte in Assen mit letztlich 144 Zählern Rang zwei an, während Zorn bis zum letzten Lauf zittern musste. “Am Samstag hatte ich alle meine Vorläufe gewonnen und war im A-Finale vorne, ehe ich im A-Finale wegen eines technischen Gebrechens noch Zweiter wurde. Am Sonntag lief aber nichts zusammen”, so Zorn.

Nach einem gewonnen Lauf schied Zorn am Sonntag in Folge mit gerissener Kette bzw. Motorschaden aus, ehe er in Lauf vier in die Zuschauer stürzte. Zorn: “Zwei Dirndln hat es dabei leicht erwischt, aber ich habe mich um sie gekümmert, es wurden Eisbeutel aufgelegt, und dann ging es wieder.” Durch seine Pechserie schaffte es der beste Westeuropäer im Geschäft lediglich ins C-Finale, dessen Gewinn ihm aber doch WM-Rang drei einbrachte.

129 Zähler im Vergleich zu 127 von Basajew standen in der Endabrechnung. Zorn nahm für diesen Erfolg einiges in Kauf. Nach einer Grippe war er gesundheitlich geschwächt in den WM-Auftakt in Krasnogorsk gegangen, dann kam eine Harnröhreninfektion dazu. Vor vier Wochen in Ufa/Russland brachte Zorn ein Sturz den Bruch des siebenten Halswirbels ein, ab Station vier in Berlin fuhr er daher mit einer Halskrause.

Ein durchaus in Erwägung gezogener Startverzicht “scheiterte” daran, dass Zorns Umfeld fest zu ihm hielt. “Meine Sponsoren hätten es sogar verstanden, wenn ich nicht gefahren wäre.” So hat er aber nun mit dem Erfolg im Rücken Zeit, seine Verletzungen auszukurieren. Beim Sturz in Assen kamen noch Prellungen dazu. Ein Antreten in der nächsten Saison hängt nicht zuletzt von der Finanzlage Zorns ab, diesbezüglich ist er aber zuversichtlich.

Endstand Eisspeedway-WM nach acht Läufen:1. Nikolaj Krasnikow (RUS) 200 Punkte – 2. Danil Iwanow (RUS) 144 – 3. Franz Zorn (AUT) 129 – 4. Junir Basejew (RUS) 127.

(Quelle: S24)

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