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"Frohbotschaft statt Drohbotschaft": Erste Nikolausschule in Salzburg

Salzburg-Stadt – Passend zur Vorweihnachtszeit veranstaltete die Katholische Jungschar der Erzdiözese Salzburg am Montag die erste Nikolausschule im Pfarrzentrum Maxglan.  | Video 

“Die Figur des Heiligen Nikolaus darzustellen, ist keine einfache Sache”, erklärte Wolfgang Hammerschmid-Rücker von der Jungschar bei dem Workshop, an dem über 20 Nikolaus-Darsteller und auch Medienvertreter teilnahmen. “Frohbotschaft statt Drohbotschaft”, so lautete gleich einmal für sie eine Lektion.

Der Jungschar sei es ein Anliegen, einen Beitrag zur Qualität der Besuche bei den Familien zu leisten. Ein tadelnder und drohender Nikolaus, der allzu gern als Erziehungsmittel herhalten muss, entspräche längst nicht mehr der modernen Pädagogik. “Es soll eine positive Beziehung zur Heiligengestalt von den Kindern entwickelt werden. Der Nikolaus soll die Kinder nicht bestrafen, sondern sie beschützen und Vertrauen verbreiten. Darauf möchten wir die Darsteller mit praktischen Tipps und Übungen vorbereiten. Die Legende des Heiligen Nikolaus soll natürlich auch nicht vergessen werden”, betonte Hammerschmid-Rücker.

Wer war der Heilige Nikolaus überhaupt? Was tun, wenn ein Kind Angst vor dem Nikolaus hat? Wie reagiert man am besten, wenn dem Kind das einstudierte Gedicht partout nicht mehr einfallen will? Was gehört alles zu einer richtigen Nikolo-Ausrüstung? – Die Nikolausschule der Katholischen Jungschar gab Antwort auf diese Fragen. Erfahrene Nikoläuse konnten unter anderem wertvolle Tipps weitergeben und austauschen, wie Neueinsteiger davon profitieren können.

Besonders die Pfadfinder sind in dieser Hinsicht sehr motiviert. Der 16-jährige Fabian Polt wird heuer zum ersten Mal als Nikolaus in Erscheinung treten. “Für mich war der Nikolaus schon im Kindergarten ein Vorbild. Bei den Pfadfindern lernte ich natürlich auch christliche Bräuche kennen. Dann wurden Leute gesucht, die als Nikolaus auftreten. Da hab ich mir gedacht, ich versuch es einfach einmal”, erzählte der Teenager. Ungewöhnlich war auch, dass auch einige Frauen als Nikoläuse auftreten wollen.

Beim Workshop wurde “learning by doing” praktiziert. Verschiedenste Situationen eines Hausbesuches wurden durchgespielt, anschließend fand jeweils eine Feedback-Runde statt. Der Salzburger Pfarrer und Jungscharseelsorger Harald Mattel hat die Veranstaltung der Schule mitinitiiert: “Die Nikolausschule gibt es in anderen Diözesen schon länger. Die Darsteller sind auch an uns heran getreten und haben gefragt, wie man sich in bestimmten Situationen am besten verhält. Da haben wir uns von der Jungschar gedacht, wir bieten den Workshop an.”

(Quelle: S24)

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