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FSG musste bei steirischer AK-Wahl Federn lassen

Einbußen für die Sozialdemokraten Salzburg24
Einbußen für die Sozialdemokraten

Die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) errang bei der AK-Wahl in der Steiermark mit 57,8 Prozent der Stimmen zwar wieder die Absolute, verlor aber acht Prozentpunkte und die Zwei-Drittel-Mehrheit an Mandaten. Auch der ÖAAB-FCG legte 3,2 Prozentpunkte auf nun 17,1 Prozent ab. Gewinner waren die Freiheitlichen (FA), die mit plus 7,1 Prozentpunkten auf 14,5 Prozent kamen.

Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/Unabhängige GewerkschafterInnen (AUGE/UG) steigerten sich laut vorläufigem Endergebnis um 1,9 Prozentpunkte und halten jetzt bei 5,6 Prozent, ein Plus von 2,2 Prozentpunkten auf 4,1 Prozent verbuchte der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB). Der Einzug in die Vollversammlung gelang - beim zweiten Antreten - der Liste des Grazer Uni-Angestellten Dieter Kaltenbeck mit 0,9 Prozent der Stimmen (plus 0,3 Prozentpunkte).

In Mandaten bedeutet dies, dass die FSG auf 64 (2009: 74) Mandate kommt, ÖAAB/FCG erreichte 19 (22) Mandate, FA 16 (8), AUGE 6 (4), GLB 4 (2) sowie die Liste Kaltenbeck 1 (-) Mandat. Die Wahlbeteiligung betrug 37,8 Prozent (2009: 39,97 Prozent) und dürfte sich mit den nach Wahlschluss einlangenden Wahlkarten noch geringfügig erhöhen. Das Endergebnis wurde für kommenden Sonntag (13.4.) angekündigt.

"Keinen Anlass zu Traurigkeit" hat Josef Pesserl, der steirische FSG-Spitzenkandidat, nach der AK-Wahl. Der Kammerpräsident zeigte sich am Donnerstag erfreut, die "deutliche Absolute" erzielt zu haben und führte den Verlust von knapp 8 Prozentpunkten sowie der Zwei-Drittel-Mehrheit auf die "politische Grundstimmung in der Steiermark" zurück.

Zu den Ursachen des Stimmenverlusts habe er bisher keine Analyse, Pesserl hielt aber im Pressegespräch in Graz fest: "Der Unmut über den Pflegeregress, die Gemeindefusionen und Einschnitte im Sozialbereich sind nicht eins zu eins für das Ergebnis verantwortlich." Er gratuliere seinen Mitbewerbern und strecke die Hand an sie aus, um "gemeinsam für die Arbeitnehmer" zu arbeiten.

Franz Gosch, Spitzenkandidat der Christgewerkschafter ÖAAB-FCG und steirischer AK-Vizepräsident, erklärte nach dem Verlust von 3,2 Prozentpunkten: "Natürlich hätte ich gerne etwas mehr zugelegt." Angesichts der "politischen Großwetterlage" mit teilweise höheren AK-Wahl-Verlusten in anderen Bundesländern sei es in der Steiermark "Gott sei Dank nicht soviel." Er wolle künftig "mehr Ecken und Kanten bei Themen wie etwa dem Pflegeregress zeigen".

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 06.03.2021 um 09:12 auf https://www.salzburg24.at/archiv/fsg-musste-bei-steirischer-ak-wahl-federn-lassen-45070570

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