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Fuzzman, die Zweite

Fuzzman, das ist das alter ego von Herwig Zamernik (Naked Lunch, Disharmonic Orchestra), unter dem er “seine” Musik veröffentlicht.

Als er 2005 sein erstes Soloalbum in die Welt entließ bescherte das nicht nur Naked Lunch-Fans zunehmend begeisterte Aha-Erlebnisse.

Von einer Zamerniks langen Jahren im “Affengeschäft Musik” bewusst zuwiderhandelnden Unbekümmertheit zusammengehalten barg dieses Album Lo-Fi-Pop-Perlen, launige Fragmente und unprätentiöse Experimente, die gerade mit ihrem hingerotzten Gestus klar machten, dass sich hier eine substantielle musikalische Stimme zu Wort meldete.

Drei Jahre später pfeift Fuzzman, der Legende nach ja ein gefallener Superheld, immer noch auf das Drumherum, das der Musik so oft im Weg steht und teilt zwölf neue Lieder mit uns. “Viel gezielter als bei der letzten Platte war meine Songauswahl, weil es schon wieder so viele waren und nur eine Handvoll ist übrig geblieben … und jetzt ist es ein Album, anders als das letzte”, lässt uns Fuzzman via Herwig Zamernik (oder umgekehrt?) ausrichten.

So weltumarmend und Euphorie verbreitend Fuzzman’s Musik mitunter daherkommt, gleichzeitig weiß sie auch, was sie im elementaren “Let’s Bury One” sagt: “all that I can say was said once anyway”. Darum weiß umgekehrt der Hörer ganz sicher, wenn mit dem Kärntner Chor (yes!) von “Liabale” das Album endet, dass er eine Erfahrung gemacht hat. Die, aufrichtig schöne Musik zu hören. Von Herzen.

Fuzzman – “Morningshow”

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 27.06.2019 um 12:26 auf https://www.salzburg24.at/archiv/fuzzman-die-zweite-59603365

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