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Geburtenstation wird geschlossen

Mittersill – Auf Grund struktureller Gegebenheiten ist die Geburtenstation am Krankenhaus Mittersill nicht mehr aufrecht zu erhalten: Über diese Entscheidung kam Samstag die SPÖ-Oberpinzgau bei einer von Bezirksvorsitzender Erika Scharer einberufenen Abschnittssitzung überein.

Allein der drastische Geburtenrückgang an der Geburtenstation am Krankenhaus Mittersill in den vergangenen Jahren spricht für diese Maßnahme: Kamen 1997 noch 346 Kinder zur Welt, waren es vergangenes Jahr nur mehr 184.

Über den Zeitpunkt der Schließung waren sich die SPÖ-Funktionäre ebenfalls nach langer und ausführlicher Diskussion einig. “Die Geburtenstation wird erst dann geschlossen, wenn das Notarztsystem im Oberpinzgau bedarfsgerecht ausgebaut ist und ein Notarzteinsatzfahrzeug, das auch speziell auf Geburten ausgerichtet ist und welches rund um die Uhr abrufbereit ist, stationiert wurde”, so Bezirksvorsitzende und Landesrätin für Gesundheit und Soziales Erika Scharer. Dieses Notarztsystem bringt nicht nur eine Verbesserung für werdende Mütter, sondern für alle Oberpinzgauerinnen und Oberpinzgauer.

Zudem wird ein Betreuungs- und Beratungsangebot vor und nach der Geburt für Mädchen und Frauen eingerichtet. Die Hebammen, die am Krankenhaus Mittersill beschäftigt sind, sind sozial- und arbeitsrechtlich abgesichert: Sollten diese, auf eigenen Wunsch, aus dem Dienstverhältnis ausscheiden, gelten für sie die vollen Abfertigungsansprüche.

Am kommenden Montag, den 2. November, findet eine Regionalverbandssitzung im Oberpinzgau statt, an der Bürgermeister Walter Freiberger (Bramberg) und Bürgermeister Franz Nill (Uttendorf) teilnehmen werden. Sie stehen ebenfalls hinter dem Entschluss, die Geburtenstation zu schließen und betonen: “Diese Vorgangsweise sichert das Krankenhaus Mittersill in seinem Bestand und seiner positiven Weiterentwicklung.”

Dagegen setze die ÖVP-Pinzgau trotz bestehender Vereinbarung der Landesregierung auf Angstmache. Diese würde letztlich den Blick auf die Zukunftsperspektiven der Gesundheitsversorgung im Oberpinzgau gefährden. “Von der ÖVP hätte ich mir mehr Verantwortungsbewusstsein für die Menschen im Oberpinzgau erwartet”, betont SPÖ-Bezirksvorsitzende Scharer.

Quelle: Presseaussendung der SPÖ Oberpinzgau

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.05.2021 um 09:03 auf https://www.salzburg24.at/archiv/geburtenstation-wird-geschlossen-59627986

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