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Gedenkfeier zum 10. Jahrestag des Tauerntunnel-Infernos in Flachau

Salzburg – Bei der Autobahnkapelle Flachau ist Freitagnachmittag eine Gedenkfeier zum zehnten Jahrestag der verheerenden Brandkatastrophe im Tauerntunnel abgehalten. Tauerntunnnel-Inferno jährt sich zum zehnten Mal

Rund 100 Personen – unter ihnen 18 Betroffene des Tunnel-Infernos – nahmen an dem Wortgottesdienst teil. Anschließend lud die Asfinag zu einem Imbiss in das Gasthaus Wieseneck.

Nach einem Auffahrunfall war in dem einröhrigen Tauern auf der Tauernautobahn am 29. Mai 1999 ein Flammen-Inferno ausgebrochen: Bald herrschten Temperaturen von 1.200 Grad, zwölf Menschen verloren ihr Leben, 42 wurden verletzt, 40 Fahrzeuge waren in das Unglück involviert. 67 Personen hatten sich noch aus dem Tunnel retten können.

Ein damals 27-jährige Kraftfahrer aus Oberösterreich – er hatte in den 22 Stunden vor dem Unglück nur vier Stunden und 45 Minuten geschlafen – fuhr gegen 4.55 Uhr vermutlich wegen Sekundenschlafs in der Röhre einer stehenden Fahrzeugkolonne auf, die vor einer Ampel angehalten hatte. Zur Brandkatastrophe kam es durch einen mit 24.000 hochexplosiven Lackspraydosen beladenen Lkw.

“Heute gedenken wir der Opfer der Tauerntunnel-Brandkatastrophe. Es ist ein Tag des Erinnerns, der Anteilnahme, des Mitgefühls und des Nachdenkens. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen jener Menschen, die heute vor zehn Jahren auf so tragische Art und Weise verunglückt sind”, stellte Salzburgs Verkehrsreferent LHStv. Wilfried Haslauer (V) anlässlich der Gedenkfeier fest. Haslauer nutzte den Gedenktag auch, um den vielen Helfern und Einsatzkräften vor Ort zu danken.

“Erst tragische Verkehrsunfälle, wie die Brandkatastrophe im Tauerntunnel, machen wieder bewusst, wie wichtig Sicherheit im Straßenverkehr ist. Im Vordergrund stehen dabei die Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung der Verkehrsteilnehmer und bauliche Maßnahmen zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer”, meinte Verkehrsreferent Haslauer. Mit dem zweiröhrigen Ausbau des Katschbergtunnels wurde insbesondere die Möglichkeit zur Selbstrettung und Hilfeleistung optimiert, denn nun stehen insgesamt 22 Querverbindungen zwischen den beiden Tunnelröhren zur Verfügung, was einen maximalen Fluchtwegabstand von weniger als 300 Metern ergibt.

(Quelle: S24)

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