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Gegenstimmen bei Cap-Bestellung in Renner-Institut

Diskussion um neu geschaffenen Posten für Cap Salzburg24
Diskussion um neu geschaffenen Posten für Cap

Die Bestellung von Ex-SPÖ-Klubobmann Josef Cap zum geschäftsführenden Präsidenten des Renner-Insituts ist nicht auf die ungeteilte Zustimmung des SPÖ-Präsidiums gestoßen. Bei der Abstimmung gab es zwei Gegenstimmen: Die Parteichefs von Vorarlberg und Tirol, Michael Ritsch und Gerhard Reheis votierten gegen Caps Berufung, bestätigten beide einen entsprechenden "Standard"-Bericht gegenüber der APA.

Reheis sagte am Donnerstag, er habe schon von Anfang an dazu geraten, diese Entscheidung zu überdenken. Denn es habe in der Parteibasis "entsprechende Aufregung" gegeben. Daher "war es ein logischer Schritt, zu sagen, ich bin damit nicht einverstanden". Ähnlich argumentierte Ritsch. Er betonte, über seine Ablehnung mit Cap selbst schon gesprochen zu haben.

Er glaube nicht, dass es "in Zeiten wie diesen" gut sei, "wenn die SPÖ für einen Klubobmann, der geht, einen eigenen Job beim Renner-Institut schafft, auch wenn er dort schon einmal gearbeitet hat. Das war in der jetzigen Zeit nicht das richtige Signal", sagte Ritsch. Er hätte es besser gefunden, wenn Cap etwa bei der Partei direkt angestellt worden wäre für seine neue Tätigkeit (Cap soll im Renner-Institut u.a. für die Neuerstellung des Parteiprogramms zuständig sein). "Es hätte intelligentere Modelle gegeben", meinte Ritsch.

Gleichzeitig betonten die beiden Landesparteichefs, dass sie an Caps Eignung für seine neuen Aufgaben keinesfalls zweifeln. "Er ist ein hervorragender Politiker und wird diese Arbeit auch gut machen, davon bin ich überzeugt", so Reheis. Ihm sei es aber um die Optik gegangen, und die sei angesichts des extra geschaffenen Postens eben nicht ideal.

Anfang November war bekannt geworden, dass Caps Abtritt als SPÖ-Klubchef für ihn keine finanziellen Folgen haben wird. Denn über die für ihn neu geschaffene Stelle im parteieigenen Thinktank als geschäftsführender Präsident bezieht er auch weiterhin in etwa die selbe Gage wie ein Fraktionschef. Gemeinsam mit dem Abgeordneten-Salär soll Cap wieder auf knapp 14.000 Euro kommen.

Eigentlicher Präsident des Renner-Insituts ist Altkanzler Alfred Gusenbauer, der diese Tätigkeit allerdings unentgeltlich ausübt. Cap hielt der Kritik entgegen, dass seine Aufgabe "durchaus mit Arbeit verbunden" sei.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 26.05.2019 um 05:47 auf https://www.salzburg24.at/archiv/gegenstimmen-bei-cap-bestellung-in-renner-institut-44341945

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