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Gemeinderatswahlen 2014 in Salzburg: Fünf Wahlhelfer im Kurzporträt

Meist sind es die „Menschen von nebenan" die ihren Spitzenkandidaten in der Gemeinde ehrenamtlich unterstützen. SALZBURG24 hat pro Gau je einen Wahlhelfer einer jeweils anderen Partei nach ihrer Motivation, ihren Zielen und ihren einprägsamsten Erlebnissen während ihrer Arbeit im Wahlkampf befragt.

Im ganzen Land läuft der Wahlkampf zu den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am 9. März auf Hochtouren. An der Front stehen die Spitzenkandidaten, doch ohne ihre Helfer im Hintergrund würde der Wahlkampf nicht funktionieren. SALZBURG24 blickt hinter die Kulissen und bat fünf Wahlhelfer aus dem Flachgau, Pongau, Pinzgau, Lungau und Tennengau zu einem kurzen Interview.

Johann Noppinger (55) – unterstützt die ÖVP in Göming (Flachgau)

Der Landwirt im Ortsteil Kirchgöming wohnt in der Gemeinde, die bei den Gemeinderatswahlen 2009 als die „schwarze Hochburg" galt. Johann Noppinger ist bereits zum viertel Mal Wahlhelfer bei einer Gemeinderatswahl in Göming. Auch heuer unterstützt er den amtierenden und wieder antretenden Bürgermeister Werner Fritz (ÖVP).

Geht es nach Noppinger gibt es keinen harten Wahlkampf in Göming. Dabei packt er gleichzeitig Wahlkampfrhetorik aus: „Wir leben in einer kleinen Landgemeinde, in der in den letzten Jahren sehr viel geschaffen wurde. Das Gemeindezentrum mit Feuerwehrhaus und Veranstaltungssaal, das Hellbauerhaus mit Gasthaus und Museum, Miet- und Eigentumswohnungen wurden gebaut und Feuerwehrautos wurden angeschafft, und das mit geordneten Finanzen", so der 55-jährige Wahlhelfer im SALZBURG24-Interview. Johann Noppinger ist Göminger durch und durch, denn sich ehrenamtlich einzubringen, mitmachen und mitgestalten seien in der 700-Einwohner-Gemeinde keine Schlagworte, sondern das werde dort laut Noppinger gelebt.

 

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Johann Noppinger / Privat

 

„Uns allen bewusst zu machen, dass in Göming durch unser Miteinander viel erreicht wurde und die Möglichkeit, mitmachen und sich am Erreichten freuen zu dürfen, ist für mich und meine Kollegen in der Gemeindevertretung und der ÖVP Motivation genug, mich für diese Partei einzusetzen", sagt Noppinger über sein Engagement als Wahlhelfer.

Von einem besonders prägnanten Wahlkampf-Erlebis erzählt Noppinger nicht – für ihn zählt vielmehr die Arbeit im Gesamten: „Für mich ist es immer wieder etwas Besonderes, mit den Leuten in Kontakt zu treten und sich ihre Wünsche anzuhören. Ich stelle auch sehr oft fest, dass die Menschen ganz genau unterscheiden zwischen Bundespolitik und Gemeindepolitik. Die Arbeit im und für unseren Ort wird sehr geschätzt", freut sich der Flachgauer.

Gabriele Weiß (58) – unterstützt die SPÖ in Schwarzach im Pongau

Im Gegensatz zu Johann Noppinger ist Gabriele Weiß heuer zum ersten Mal als Wahlhelferin im Einsatz. Die Volkschuldirektorin aus Schwarzach im Pongau hilft beim Wahlkampf rund um Bürgermeister Andreas Haitzer (SPÖ) tatkräftig mit. Sie ist politisch aktiv, weil sie möchte, dass wichtige Projekte auch weiterhin verlässlich umgesetzt werden, wie etwa Fortsetzung des Wohnbaus in Schwarzach, die Neuerrichtung der Sporthalle, die Renovierung des Festsaals, die Erstellung von Sanierungskonzepten für die Volksschule und das Seniorenheim sowie die Erstellung eines Konzepts zur Verbesserung der Infrastruktur der Freiwilligen Feuerwehr. „Schwarzach soll weiterhin eine lebenswerte Gemeinde für alle Bürgerinnen und Bürger bleiben", so die Pongauerin, die im Wahlkampf mit rund 20 anderen Helfern in Schwarzach tätig ist.

 

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Gabriele Weiß/ Privat

 

Angelika Hahn (64) - unterstützt die Grünen in Zell am See (Pinzgau)

Mit der Hälfte an Wahlhelfern kommen die Grünen in Zell am See aus: Eine von ihnen ist Angelika Hahn. Sie und rund zehn weitere Helfer engagieren sich bei der Wahl 2014 für den Bürgermeisteranwärter Fidelius Krammel (GRÜNE).

Schon bei der letzten Gemeinderatswahl 2009 half die 64-Jährige aus Zell am See fleißig mit. „Motiviert bin ich, weil ich mithelfen will, Zell am See lebenswerter und schöner zu machen. Das beinhaltet ein Eintreten unter anderem für weniger Individualverkehr, leistbares Wohnen, sanften Tourismus und optimale Bildungseinrichtungen. Ein besonderes Erlebnis ist es immer, wenn einen jemand auf der Straße anredet und sich positiv über unser Tun äußert", sagt Hahn im SALZBURG24-Interview.

 

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Angelika Hahn/ Privat

 

Bernhard Gappmaier (37) – unterstützt die FPÖ in Thomatal (Lungau)

Er ist zwar bereits schon bei der letzten Wahl für die FPÖ-Thomatal angetreten, aber erst für diese Wahl ist er „so richtig als Wahlhelfer tätig": Der Landwirt Bernhard Gappmaier aus Thomatal im Lungau steht mit drei weiteren Wahlhelfern dem Bürgermeisterkandidaten Volker Mörtl (FPÖ) tatkräftig zur Seite.

Der dreifache Familienvater erklärt im SALZBURG24-Interview, weshalb er sich als Wahlhelfer für die Gemeinde einsetzt: „Meine persönliche Motivation besteht darin, dass wir mit unserer Fraktion die Mandatsmehrheit erreichen möchten. Da gehört natürlich auch der Bürgermeister dazu. Ich finde, so wie es jetzt in der Gemeinde läuft, dauert ein jedes Projekt oder Vorhaben viel zu lange bis es zur Umsetzung kommt. Vor allem weil auch der jetzige Bürgermeister ewig braucht bis etwas spruchreif wird, immer mit der Ausrede 'wir als Ausgleichsgemeinde haben halt nicht so viel Spielraum'."

Aber auch als Ausgleichsgemeinde, oder besonders deswegen, solle man sich laut Gappmaier umso mehr für Anliegen in der Gemeinde einsetzen und nicht „immer nur den Kopf einziehen", wenn man wegen wichtiger Projekte in Salzburg vorstellig werden müsse. Fakt ist: An Engagement fehlt es dem Lungauer Wahlhelfer nicht.

 

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Bernhard Gappmaier/ Privat

 

Maria-Giovanna Birenti (33) – unterstützt die NEOS in Hallein (Tennengau)

Die Italo-Österreicherin Maria-Giovanna Birenti unterstützt bereits vier Monate die NEOS, die zum ersten Mal bei einer Gemeinderatswahl in Hallein antreten. Bürgermeister-Spitzenkandidat der NEOS Hallein ist Alexander Eisenmann.

Birentis persönliche Motivation, sich politisch als Wahlhelferin zu engagieren, resultiere sicher vor allem aus dem Umstand, dass sie schon lange nicht mehr wusste wo sie bei den Wahlen ein Kreuzerl machen sollte. „Bei den letzten Nationalratswahlen wurde ich dann auf die NEOS aufmerksam und endlich erschloss sich mir eine Alternative, für die ich es auch wert finde meine Energie zu investieren. Irgendwie gehört es zu meiner Persönlichkeit, dass ich gerne aktiv werde und mir Jammern alleine nicht reicht", erzählt die Gesundheitspychologin auf Anfrage von SALZBURG24.

Als besonders prägnant empfindet die zweifache Mutter die Stimmungen der Menschen, die sie wahrnimmt und sie zum Nachdenken bringen. „Man trifft oft auf Frust und Ärger gegenüber gängigen politischen Strukturen, Unverstanden fühlen und eine gewisse Machtlosigkeit gegenüber der Entscheidungen, die oftmals auf politischer Ebene getroffen werden. Ich würde mir wünschen, dass die Menschen uns eine Chance geben ihnen zu zeigen, dass Politik nicht nach dem ‚von oben Herab'-Prinzip funktionieren muss, sondern es auch Ansätze gibt, gemeinschaftlich Lösungen zu entwickeln und dadurch bedarfsorientierter zu entscheiden", sagt Birenti abschließend.

 

Maria-Giovanna Birenti / Privat Salzburg24
Maria-Giovanna Birenti / Privat
Maria-Giovanna Birenti / Privat

 

Wie und für welchen Spitzenkandidaten sich das Engagement ihrer Wahlhelfer ausgezahlt hat, erfahren Sie am 9. März in unserem Wahl-Special zu den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2014. SALZBURG24 wird LIVE berichten.

Links zu diesem Artikel:

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 07.03.2021 um 07:24 auf https://www.salzburg24.at/archiv/gemeinderatswahlen-2014-in-salzburg-fuenf-wahlhelfer-im-kurzportraet-44860531

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