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Gerd Bacher erhält Concordia-Preis für Lebenswerk

Gerd Bacher erhält den Lebenswerk-Preis Salzburg24
Gerd Bacher erhält den Lebenswerk-Preis

Die diesjährigen Concordia-Medienpreise gehen an die Kriegsreporterin Petra Ramsauer sowie Josef Barth und die Initiative "transparenzgesetz.at". Ramsauer wird in der Kategorie Menschenrechte ausgezeichnet, Barth und sein Team setzten sich bei Pressefreiheit durch. Den Lebenswerk-Preis erhält der ehemalige ORF-Generalintendant Gerd Bacher, wie der Presseclub Concordia am Mittwoch mitteilte.

Ramsauer zeige seit Jahren auf, "welche Folgen Kriege, Krisen und Naturkatastrophen für die Menschenrechtssituation haben". Die Journalistin, die seit 2009 als Freelancerin tätig ist, bereiste im Vorjahr mehrere Krisengebiete im Nahen Osten und habe die Aufmerksamkeit auf Gruppen gelenkt, "die schlicht aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer rechtlosen Situation als Flüchtlinge allen Seiten hilflos ausgeliefert sind". Damit leiste sie in den Augen der Jury "einen wesentlichen Beitrag, um Diskriminierungen jeglicher Art (...) entgegenzuwirken".

Barth und das Team des Forum Informationsfreiheit werden wiederum für "ihr einzigartiges Engagement 2013 zur Abschaffung des Amtsgeheimnisses" ausgezeichnet. Die Webseite "transparenzgesetz.at" habe dazu beigetragen, "in der breiten Öffentlichkeit ein Problembewusstsein für die besondere Situation in Österreich" zu schaffen, steht hierzulande das Amtsgeheimnis doch in der Verfassung. "Letztlich hat die breite Unterstützung dieser Initiative mit über 10.000 Unterzeichnern auch dazu gefährt, dass inzwischen ein entsprechender Antrag dem Parlament zur Abstimmung vorliegt."

Mit dem Lebenswerkpreis ehre die Jury allen voran Bachers Leistungen im Zusammenhang mit der Schaffung eines unabhängigen ORF. "Der Presseclub Concordia sieht in einem unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Fernsehen einen Garanten für umfassende und kritische Information der Bürgerinnen und Bürger." Bacher, der dem ORF insgesamt drei Mal vorstand, war auch Kolumnist beim "Kurier", Herausgeber der "Presse" und Medienberater des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Helmuth Kohl.

Die Publizistikpreise in den Kategorien Menschenrechte und Pressefreiheit sind jeweils mit 4.000 Euro dotiert. Die feierliche Übergabe findet am 24. April im Parlament statt.

(Quelle: S24)

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