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Gewerkschaftschefin wegen Millionen-Unterschlagung verhaftet

Elba Esther Gordillo soll 155 Millionen Euro veruntreut haben. EPA
Elba Esther Gordillo soll 155 Millionen Euro veruntreut haben.

Die Vorsitzende der mächtigen mexikanischen Lehrergewerkschaft ist wegen des Vorwurfs der Unterschlagung in dreifacher Millionenhöhe verhaftet worden.

Elba Esther Gordillo habe mindestens 2,6 Milliarden Pesos (155 Millionen Euro) an Gewerkschaftsgeldern veruntreut und auf Privatkonten in der Schweiz und Lichtenstein überweisen lassen, erklärte Generalbundesanwalt Jesus Murillo Karam am Dienstag. Ermittler hätten sie am Flughafen von Toluca südwestlich von Mexiko-Stadt gefasst. Das Geld sei für Immobilien, Luxusartikel, Schönheitsoperationen, Kunstwerke und die Wartung des Flugzeugs der 68-Jährigen ausgegeben worden.

Gordillo die schillernde Polit-Figur

Gordillo führt die mexikanische Lehrergewerkschaft seit 1988. Sie gehörte bis 2006 der heute regierenden Partei der Institutionalisierten Revolution an, dessen Generalsekretärin sie auch war. Nachdem sie die Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur verloren hatte, wechselte sie zur inzwischen von ihr kontrollierten Partei Nueva Alianza über. Einen Tag vor der Verhaftung hatte die Regierung von Präsident Enrique Pena Nieto eine von Gordillo heftig kritisierte Erziehungsreform angekündigt.

(APA)

(Quelle: S24)

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