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Gutachter widersprechen Angeklagtem zum Teil

Die Aussagen der Sachverständigen beim Sterbehilfe-Prozess in Salzburg brachten am Dienstagnachmittag einige Widersprüche zutage. So stellte Gerichtsmedizinerin Edith Tutsch-Bauer, die die Leiche der 70-Jährigen obduziert hatte, fest, dass an den Armen der Toten keine Einstichstellen zu sehen waren.

Laut Wihan hatte sich ja die Frau vier Ampullen dort injiziert, und er die restlichen sechs Ampullen ebenfalls. Die vorgefundenen Einstichstellen am Fuß seien hingegen sehr ungewöhnlich. Immerhin habe die Frau bereits eine Hüftoperation hinter sich, da sei es gar nicht so einfach, dort hinzugelangen und die Vene punktgenau zu treffen, wie dies der Fall war.

Zur physischen Verfassung der Toten meinte Tutsch-Bauer, dass diese nicht todkrank und das Herz gesund gewesen sei. Gefäßverkalkungen im Hirn habe es gegeben, ob diese zu einer geistigen Beeinträchtigung geführt haben, könne man aber nicht sagen.

Der toxikologische Gutachter Thomas Keller wiederholte seine Aussage, wonach die 70-Jährige an Tramadol und Methadon gestorben sei und nicht an Morphium. Die Dosis sei so hoch gewesen, dass jede der beiden Substanzen alleine tödlich gewesen sei. Morphium habe man im Körper nicht gefunden.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 21.09.2019 um 03:43 auf https://www.salzburg24.at/archiv/gutachter-widersprechen-angeklagtem-zum-teil-59603413

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