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Hangrutschung bedrohte Niedernsill im Pinzgau

Niedernsill – Große Ortsteile von Niedersill im Pinzgau waren am Dienstag von einer Hangrutschung bedroht. Die Bezirkshauptmannschaft Zell am See ordnete Sofortmaßnahmen an, am Mittwoch konnte Entwarnung gegeben werden. Anrainer mussten nicht evakuiert werden.

Betroffen war besonders der Ortsteil Mühlbachtal im Bereich des “Marterlgrabens”, wo in der Nacht vom 3. auf den 4. September ein Hang abrutschte. Zunächst wurde ein Abbruch um 0,8 Meter beobachtet, der am Montag bereits auf zwei Meter anwuchs. Aufgrund der andauernden Bewegung des Erdreichs fand eine Begehung statt, die eine weit größere Rutschung als zunächst angenommen ergab. Bisher ist die Rutschung schon auf 250 Meter Länge angewachsen.

Die Gesamtfläche ist nach einem Windwurfes im Jahr 2004 kahl. Aus dem Felsgelände bergseits ist eine kleine Mure abgegangen, die einen Felsgraben “durchgeputzt” hat und einen kleinen Schwemmkegel abgelagert hat. In geologischer Hinsicht sind weit mehr als 100.000 Kubikmeter Material in Bewegung gesetzt worden und seit dem Losbrechen am Samstag auch noch heute in Bewegung. Damit besteht nicht nur bei weiteren Niederschlägen, sondern auch weiterhin die akute Gefahr, dass mehrere Tausend Kubikmeter nachrutschen bis hin zu einem Losbrechen der Rutschung in den Mühlbach.

Um diese Gefahr wirksam zu bekämpfen, wurden folgende Maßnahmen angeordnet, um große Teile von Niedernsill zu schützen: Das von der Oberseite in die Rutschung zeitweise einfließende Wasser ist am unteren Ende des Felsgrabens mit Schläuche abzuleiten; die obersten Risse sind gegen Eindringen von Tagwässern zu verschließen; die Bewegungen werden mit Messpunkten überwacht, um vorzeitig Alarm auslösen zu können.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 07.05.2021 um 09:24 auf https://www.salzburg24.at/archiv/hangrutschung-bedrohte-niedernsill-im-pinzgau-59624902

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