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Haslauer wirft M-real Arroganz vor

LH-Stv. Wilfried Haslauer ortet Arroganz auf Seiten der M-real-Geschäfts­führung. Die Verantwortlichen würden “unverblümt zugeben, dass sie sich unliebsame neue Konkurrenz vom Hals halten möchten”, erklärte Haslauer am Freitag in der Diskussion um die Zukunft der Halleiner Papierfabrik.

“Die Vorgangsweise von M-real bei der Halleiner Papierfabrik ist absolut demaskierend. Mittlerweile wird unverblümt zugegeben, dass man sich unliebsame neue Konkurrenz vom Hals halten möchte.”  Haslauer sieht ernst zu nehmende Kaufinteressenten wie Mirko Kovats  von Informationen abgeschnitten, gleichzeitig verlange M-real Businesspläne und “Mondpreise, um ja einen Verkauf unmöglich zu machen.” Er werde mit allen Mitteln dafür kämpfen, dass M-real diese “arrogante Vorgangsweise”, die zu Lasten von hunderten Mitarbeitern und deren Familien gehe, ablegt. “Wenn hier nicht eingelenkt wird, werden wir international aufzeigen, wie dieser Konzern arbeitet und welche Praktiken hier an den Tag gelegt werden.” 

Haslauer will nun in Brüssel alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Sappi-M-real-Deal einer erneuten Kontrolle zu unterziehen. Die gesamte Vorgangsweise von M-real deute für ihn auf eine Absprache mit dem Ziel einer reinen Marktbereinigung hin. Anders sei es nicht zu erklären, dass M-real mit 200 Millionen Euro Preisvorstellungen und Kapitalerfordernisse kolportiert, die mit der Realität nichts zu tun haben. Sollte die Papierproduktion tatsächlich geschlossen werden, werde das Land Salzburg die rechtlichen Auflagen genauestens prüfen, so Haslauer. 

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.08.2019 um 06:57 auf https://www.salzburg24.at/archiv/haslauer-wirft-m-real-arroganz-vor-59608474

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