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Helmut Berger wird bei tschechischem Filmfest für Lebenswerk geehrt

Der Salzburger Schauspieler und Visconti-Darsteller Helmut Berger wird beim Internationalen Filmfestival Febiofest (24.3. bis 1.4.) mit dem Kristian-Preis für sein Lebenswerk geehrt.

Auch der australische Regisseur Peter Weir ("Der Club der toten Dichter") erhält die Auszeichnung, wie Festivaldirektor Fero Fenic heute mitteilte. Das Febiofest findet heuer bereits zum 18. Mal statt und zeigt 190 Filme aus 56 Ländern. Der Festivaljury steht die Schauspielerin Dagmar Havlova, Ehefrau des ehemaligen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel, vor.

Helmut Berger hatte zwölf Jahre als Lieblingsschauspieler und Geliebter an der Seite des großen italienischen Filmregisseurs Luchino Visconti verbracht. In Filmen wie "Hexen von heute" (1966) und "Ludwig II." (1972) wurde er zum Star der Filmmetropole Cinecittá. Für seine Rolle des bisexuellen Martin von Essenbeck in der Familiensaga "Die Verdammten" (1969) wurde er mit einem Golden Globe als "Bester Nachwuchsdarsteller" ausgezeichnet. 1974 erlebte man Berger in Viscontis "Gewalt und Leidenschaft" an der Seite von Burt Lancaster; seine erste deutsche Kinoproduktion war 1973 Otto Schenks Arthur Schnitzler-Adaption "Reigen".

In den 80er Jahren spielte Berger fast nur in Fernsehfilmen mit, und sein Ruhm verblasste langsam. Demnächst ist der heute 66-Jährige in einer Gastrolle in "Mörderschwestern" zu sehen, einem Film von Peter Kern, der Berger auch für sein Neonazi-Drama "Blutsfreundschaft" vor die Kamera holte. (APA)

(Quelle: S24)

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