Jetzt Live
Startseite Archiv
Archiv

Hinter den Kulissen der Salzburger Festspiele

Salzburg – “Vorhang auf!” lautete am Sonntag das Motto zum Tag der offenen Tür der Salzburger Festspiele. Das Direktorium der Festspiele bot den Besuchern Einblick in die Entstehung der vielfältigen Produktionen.

Viele bei den Salzburger Festspielen mitwirkende Künstler sind bereits in Salzburg. Sie stehen mitten im Probenprozess für die Aufführungen. Am Sonntagnachmittag nahmen sich Peter Simonischek mit neuem Schnauzbart, die hübsche Opern-Sängerin Marina Rebeka und viele weitere Künstler Zeit für ihre Fans und signierten eifrig Autogramme. Die Verantwortlichen wollten die Kunstinteressierten zudem an der Entstehung der vielfältigen Produktionen teilhaben lassen und gaben Einblicke in die Proben.

Die Besucher erwartete ein Rundgang durch die kommende Saison: Der Bogen spannte sich von Mozarts Da Ponte-Opern, die das Leading-Team erklärte, über Gespräche zur Produktion von Händels Theodora zu einem Treffpunkt mit der Regisseurin Katie Mitchell und dem Dirigenten Ingo Metzmacher zu Luigi Nonos Al gran sole carico d’amore. Ausblicke gab es auch auf die Schauspielproduktionen - Peter Simonischek las Hofmannsthal; Tajana Raj und Anne Tismer verkörperten in Begleitung des Dirigenten Lutz Rademacher die Titelfigur der Judith, und André Jung las Auszüge aus Becketts “Das letzte Band” sowie Peter Handkes neuem Stück. Im Rahmen des Konzertprogramms präsentierte Patricia Petibon Auszüge aus ihrem Liederabend und die Geigerin Patricia Kopatchinskaja aus ihrem Repertoire. Die Kostüm- und Technikabteilungen gewährten schließlich mit einem Kostümparcours, Klanginstallationen oder Erklärungen zu den Bühnenbildmodellen Einblicke in ihre Arbeit.

In den drei Festspielhäusern erfuhr man Neues, Ungehörtes, Unterhaltsames, Wissenswertes: Regisseur Claus Guth erklärte sein Regiekonzept von Così fan tutte und Le nozze di Figaro. Adam Fischer, Dirigent der Mozart-Oper Così fan tutte, sprach über seine besondere Beziehung zu Mozart. Intendant Jürgen Flimm, der in dieser Saison die Grande opéra Moise et Pharaon inszeniert, erläuterte gemeinsam mit Bühnenbildner Ferdinand Wögerbauer die Feinheiten der Rossini-Oper. Die Eröffnungsproduktion von Händels Theodora stand im Mittelpunkt des dritten Teils im Großen Festspielhaus. Zahlreiche Künstler, wie Bernarda Fink, Florian Boesch, Angela Kerrison, Isabel Leonard, Marina Rebeka, Topi Lehtipuu und Mojca Erdmann bezauberten das Publikum mit Arien aus den diesjährigen Festspiel-Opern. Dazwischen begeisterten der Salzburger Festspiele Kinderchor und der Salzburger Bachchor. Durch das Chor-Programm führte der kaufmännische Direktor Gerbert Schwaighofer.

Im Haus für Mozart moderierte währenddessen Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler das Schauspiel- und Konzertprogramm zusammen mit Thomas Oberender und Markus Hinterhäuser. André Jung, Anne Tismer, Lutz Rademacher und Peter Simonischek weckten Vorfreude auf die Theaterabende dieses Sommers. Die Ausnahme-Geigerin Patricia Kopatchinskaja spielte mit ihrem Vater Werke von Kurtág und Bartók, und die französische Star-Sopranistin Patricia Petibon verzauberte das Publikum mit Ausschnitten aus ihrem diesjährigen Liederabend.

In der Felsenreitschule wiederum konnten die Zuschauer bereits das eindrucksvolle Bühnenbild der Nono-Oper Al gran sole carico d’amore bewundern. Regisseurin Katie Mitchell und Dirigent Ingo Metzmacher erlaubten zudem schon Einblicke in die atemberaubende szenische Realisierung sowie die suggestive Musik Luigi Nonos.

In allen Foyers herrschte großer Andrang: am Signiertisch der Künstler, beim Kostümparcours in der Förderer Lounge, wo Originalkostüme von Otello gezeigt wurden; und im Klangraum der SalzburgKulisse.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 08.05.2021 um 09:41 auf https://www.salzburg24.at/archiv/hinter-den-kulissen-der-salzburger-festspiele-59621428

Kommentare

Mehr zum Thema