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Hubschrauber im Dauereinsatz

Ramsau/Königssee, Tengling – Der Rettungshubschrauber muss­te Mittwoch­vor­mit­tag den Notarzt auf den Watzmann fliegen, um einen Ur­laubs­gast zu reanimieren. Unmittelbar darauf wurde das Team nach Tengling gerufen, um einen Mann medizinisch zu versorgen, der vom Dach gestürzt war.

Ebenfalls vor Ort waren die Beamten der Kriminalpolizei Traunstein, sowie der Polizeiinspektionen Berchtesgaden und Laufen, um die Vorfälle zu untersuchen.

Mittwochvormittag gegen 10.30 Uhr unterrichtete ein Bergwanderer die Einsatzzentrale der Polizei, dass er oberhalb der Falzalm am Watzmann eine Person gefunden habe, die am Boden lag und nicht ansprechbar war. Der Mitteiler konnte auch keinen Puls fühlen. Sofort wurde von der Rettungsleitstelle ein Notarztteam mit dem Hubschrauber “Christoph 14” zum Fundort entsandt. Trotz sofortiger Hilfe konnte der Mediziner nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der Verstorbene wurde unter Anleitung eines Bergführers vom Polizeihubschrauber “Edelweiß 5” geborgen und zu Tal gebracht. Die Kriminalpolizei Traunstein geht nach erster Besichtigung von einem Herzinfarkt aus, an dem der 63jährige Urlaubsgast aus Kassel verstarb. Hinweise auf einen Unglücksfall oder von Fremdeinwirken haben sich nicht ergeben. Der Mann war offensichtlich auf dem Weg zum Watzmannhaus und zum Todeszeitpunkt auf etwa 1800 Metern Höhe.

Unmittelbar nach der erfolglosen Reanimation musste das Notarztteam per Hubschrauber nach Tengling (Gemeinde Taching), um einem 26-jährigen Winhöringer medizinische Hilfe zu leisten. Der Kaminkehrer sollte am Mittwoch gegen Mittag dort einen Rauchkamin kehren und war offensichtlich auf das falsche Dach gekommen. Um das richtige zu erreichen, ging er über ein marodes Scheunendach, das seinem Gewicht nicht standhielt. Der Geselle brach durch und stürzte etwa sechs bis sieben Meter in die Tiefe. Durch den Fall zog er sich mehrere Knochenbrüche zu. Der Verunglückte wurde vom Rettungsteam stabilisiert und mit “Christoph 14” ins Krankenhaus Altötting geflogen. Zum Zeitpunkt der Bergung bestand jedoch keine Lebensgefahr. Beamte der Polizeiinspektion Laufen haben die Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Feststellungen ist ein Fremdverschulden auszuschließen, so die bayerische Polizei.

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