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Huub Stevens: "Keine Ahnung, was im Pausentee war"

Salzburg hat am Samstag eine über weite Strecken schwache Vorstellung gereicht, um drei Punkte aus Mattersburg zu entführen.

Trainer Huub Stevens, bei dem die vielzitierte “Null” im achten Saison-Bewerbsspiel zum siebenten Mal nicht stand, ärgerte sich vor allem über die Phase nach dem Seitenwechsel und präsentierte sich als “Totmacher”.

“So muss es dann sein”, beschrieb der Niederländer das Spiel nach den Ausschlüssen der Mattersburg-Kicker Michael Mörz und Robert Waltner (79. bzw. 83.). “Dann musst du das Spiel totmachen. Den Ball in den eigenen Reihen halten und kein Risiko mehr nehmen. So wollte ich das auch”, erklärte der Niederländer, den die Gegentreffer in der 48. und 49. Minute allerdings schmerzten. “So etwas darf im Profi-Fußball nicht passieren.” Auch Salzburg-Stürmer und Torschütze zum 1:0, Robin Nelisse (“Ich war nicht müde vom Europacup”), ärgerte sich über “leichtfertig” hergegebene Tore.

“Keine Ahnung, was im Pausentee war”, fragte sich Stevens. Es war freilich weniger irgendeinem Getränk geschuldet, denn der eigenen Laxheit. Schließlich agierten die “Bullen” schon vor dem Seitenwechsel reichlich zurückhaltend: “Wir haben es uns heute selbst schwer gemacht, haben das Tempo zu niedrig gehalten”, stellte “Goldtorschütze” Simon Cziommer, der den Elfmeter zum 3:2-Endstand erst im Nachsetzen verwertete, fest.

Mattersburg nützte den Umstand, dass sich der Gegner mit Standfußball begnügte, erst zu Beginn der zweiten Hälfte aus und überraschte damit die Gäste. “Eigentlich war unsere Taktik, kein Tor zu kassieren und aus Kontern heraus zu Chancen zu kommen”, erklärte Ronald Spuller, der den Ausgleich zum zwischenzeitlichen 2:2 erzielte. “Der Trainer hat die Taktik in der Pause geändert. Wir sollten uns trauen, mehr nach vorne zu spielen. Und das ist sehr gut aufgegangen.”

Der 28-Jährige, der 2008 aus der Landesliga zu den Mattersburger Amateuren gewechselt und zweimal – im Oktober 2008 – in der Bundesliga-Startformation gestanden war, vertrat den angeschlagenen Cem Atan. Und nützte seine Chance. Mehrmals spielte der “Spätzünder” seine Gegner aus, brachte immer wieder gute Flanken an und erzielte schließlich auch einen Treffer. “Es war sicher so, dass sie uns unterschätzt haben”, meinte Spuller. Auch sein Trainer Franz Leder fand viel Lob: “Man hat Spuller bisher als Joker behutsam aufgebaut. Aber er ist eine Bombenverstärkung. Er hat die Salzburger ,Stars’ bis an den Rand gefordert.”

(Quelle: S24)

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