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Impfung gegen Blauzungenkrankheit startet in Salzburg

Salzburg – Am 5. November hatte das Bundesministerium den ersten Fall von Blauzungenkrankheit bei einem Rind in Oberösterreich bestätigt. Die nördlichen Teile Salzburgs fallen in die 100-km-Sperrzone rund um das infizierte Tier in Schärding.

In den neuen Sperrgebieten wird nun sofort mit einer Impfung der Rinder, Schafe und Ziegen begonnen. Ab Mitte Dezember werde die Impfung dann auf alle österreichischen Bundesländer ausgedehnt, heißt es aus dem Büro des zuständigen Landesrats Sepp Eisl. “Gemäß der Blauzungenkrankheit-Bekämpfungsverordnung wird im Umkreis um den Ausbruchsort – im aktuellen Fall Schärding – eine Schutz- und Kontrollzone im Ausmaß von 100 km errichtet. Innerhalb dieser Zone müssen empfängliche Tierarten, also Rinder, Ziegen und Schafe, genau überwacht werden. Auch der Tierverkehr wird eingeschränkt. In Salzburg liegen die Bezirke Salzburg Umgebung, Salzburg Stadt und Hallein, also der Tennengau, in dieser Schutz- und Kontrollzone. Die Kosten für Impfstoff und Impfung tragen die Europäische Union und das Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend”, so Eisl zu den Details.

Die Blauzungenkrankheit für Menschen völlig ungefährlich. Laut Landesveterinärdirektor Josef Schöchl wird das Virus durch Stechmücken übertragen, also nicht von Säugetier zu Säugetier direkt. “Bei erkrankten Tieren kommt es zu Fieber und Durchblutungsstörungen, die zu Veränderungen an Zunge, Nasenschleimhaut, Lippen, Klauen und Skelettmuskulatur führen”, so Schöchl. Bei Schafen gebe es hohe Erkrankungs- und Todesraten, bei Rindern verlaufe die Erkrankung generell milder. Dennoch komme es insgesamt zu Einschränkungen und wirtschaftlichen Nachteilen für die Milchwirtschaft, die Fleischwirtschaft und den Viehhandel, wie Landesrat Eisl erklärt. Dem soll die flächendeckende Impfung vorbeugen.

(Quelle: S24)

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