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In der Kinderbetreuung wird die Vollversorgung 2009/10 erreicht

Salzburg – In Salzburg wird die Vollversorgung in der Kinderbetreuung im Betreuungsjahr 2009/10 erreicht. “Dann wird es mehr als 23.500 betreute Kinder in Salzburg geben”, sagte die ressortzuständige Landesrätin Doraja Eberle am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

Die Anzahl der betreuten Kinder ist seit 2004 um 21 Prozent gestiegen, das aufgewendete Geld für die Kinderbetreuung gar um 66 Prozent von 12,1 Mio. Euro auf 30,4 Mio. Euro im Budgetjahr 2009.

In den 30,4 Mio. Euro sind auch die 2,6 Mio. Euro für das Familienpaket enthalten, das heute im Landtagsausschuss beschlossen und mit 1. Jänner 2009 in Kraft treten soll. “Ich glaube, dass wir mit der Kinderbetreuung in Salzburg auf Schiene sind. Zu Beginn der Legislaturperiode habe ich auf eine praktische und ergebnisorientierte Politik gesetzt. Mir war klar, dass die Familien in Salzburg mehr Betreuungsplätze brauchen, mir war wichtig, sie zu schaffen”, zog Eberle Bilanz.

Ab Herbst 2009 würden von den insgesamt 85.000 Salzburger Kindern rund 23.500 betreut. “Jeder, der einen Platz braucht, bekommt ihn. Ob es ein Wunschplatz ist, können wir nicht sagen”, ergänzte die Familienlandesrätin. In Zukunft werde der Bedarf an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige am stärksten wachsen, deshalb sei es ihr ein großes Anliegen, mobile Tageseltern für die flexible Betreuung zu Tagesrandzeiten zu fördern. “Kinder sind nicht so flexibel wie Erwachsene, deshalb wäre es in der Früh und am Abend wünschenswert, die Kinder zu Hause zu betreuen.” Dazu sei aber eine Gesetzesänderung notwendig.

Zum Thema “Gratiskindergarten” zeigte sich die Landesrätin skeptisch. Sie trete für eine höchstmögliche Entlastung für die Eltern ein, “bis heute glaube ich aber nicht, dass es gratis sein wird. Wir haben noch keine Regierung und wissen nicht, ob Versprechungen gehalten werden.” Bei einer Kostenaufteilung von 50 Prozent Bund, 50 Prozent Land müsse ja auch noch der Salzburger Finanzreferent zustimmen. Mit dem Familienpaket würden die Eltern von Kindern im letzten Betreuungsjahr vor Schulbeginn unterstützt (mit 50 Euro bei Ganztagsbetreuung, 25 Euro bei Halbtagsbetreuung), damit würden 97 Prozent der Kinder erreicht, sowie die Eltern von zwei- bis dreijährigen Kindern, von denen wieder viele in das Berufsleben einsteigen.

In Zukunft könnte es eine Personalnot bei Kindergartenpädagoginnen geben, warnte die Landesrätin, “bei den Sonderkindergartenpädagoginnen gibt es jetzt schon einen Mangel”. Deshalb müsse es in der Ausbildung rasch eine Änderung geben. Über das “Wie” müsse noch diskutiert werden. Ob Hochschlussabschluss oder nicht, der Beruf sollte jedenfalls einen anderen Stellenwert in der Gesellschaft bekommen. Zudem sollte es mehr Männer in Kinderbetreuungseinrichtungen geben.

(Quelle: S24)

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