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Internationaler Suchtgifthandel via Internet aufgeflogen

Salzburg/Wien – Im Frühjahr 2007 konnte am Flughafen Wien-Schwechat eine Briefsendung mit einer geringen Menge Cannabiskraut sichergestellt werden. Die illegale Sendung war an eine Empfängerin in der Stadt Salzburg adressiert. Sie hatte das Cannabis bei einem Holländer über das Internet bestellt.

Im Frühjahr 2007 konnte durch einen Zollaufgriff am Flughafen Wien-Schwechat eine Briefsendung mit einer geringen Menge Cannabiskraut sichergestellt werden. Die illegale Sendung war an eine Empfängerin in der Stadt Salzburg adressiert, die Amtshandlung wurde daher vom Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Salzburg übernommen.

Nach umfangreichen Ermittlungen gelang es den Kriminalbeamten der Suchtgiftgruppe als Hauptdealer einen 41-jährigen Niederländer und dessen 30-jährige Lebensgefährtin auszuforschen. Das Paar betrieb einen regen Handel von Cannabisprodukten über eine Internetplattform. Es gelang, insgesamt 221 Empfänger von Suchtgiftsendungen aus Österreich, Deutschland und Frankreich auszuforschen. Der Umsatz, der allein in Österreich erzielt worden war, beträgt ca 130.000 Euro.

Gleichzeitig wurden die Ermittlungen gemeinsam mit deutschen und niederländischen Suchtgiftfahndern intensiviert. In Deutschland ergaben die Erhebungen, dass von den Tatverdächtigen ebenfalls ein schwungvoller Drogenhandel per Internet mit einem Umsatz in Millionenhöhe betrieben worden war.

Am 5. Dezember 2007 wurden die beiden Tatverdächtigen aufgrund eines Europäischen Haftbefehls in den Niederlanden festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. In dem deutschen Strafprozess in Köln wurden im August der Mann zu sechs Jahren Haft und die Frau zu drei Jahren Haft verurteilt, berichtete die Bundespolizeidirektion Salzburg am Dienstag.

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