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Internationales Symposion

Seit zweieinhalb Jahren arbeitet ein Team an der Aufarbeitung der Quellen zur Salzburger Residenz bis zur Säkularisation 1803. Ab 19. Februar wird in einem Symposium Resümee gezogen.

Nach der Eröffnung der Tagung durch eine Repräsentantin des Landes und den Rektor der Paris-Lodron-Universität in der Max-Gandolph-Bibliothek der Neuen Residenz werden die Referate und Diskussionen in einer der schönsten Räume der ehemaligen Salzburger Residenz, in der Landkartengalerie (heute: Teil der Bibliothek der jur. Fakultät), stattfinden.

Die Höfe und Residenzen geistlicher Fürsten standen bis vor kurzem nicht im Fokus interdisziplinärer Forschungen. Dieses Desinteresse stellt jedoch einen krassen Widerspruch zu deren kulturellen und politischen Stellung im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit dar. Sie prägten trotz des politisch „weichen” Status als Wahlstaaten die politische, kulturelle und ökonomische Landkarte Mitteleuropas. Daher hat sich die Tagung zum Ziel gesetzt, die Bedeutung der geistlichen Höfe und Residenzen herauszustreichen und die unterschiedlichen Typen miteinander zu vergleichen.

Das Interesse reicht bis zum Blick auf die gefährdeten Höfe geistlicher Fürsten in Norddeutschland nach der Reformation und auf die Peripherie des reichskirchlichen Netzwerkes in Osteuropa. Nach zwei Sektionen, die wir „Strukturen” und „Regionen” betitelt haben, werden wir in der dritten und letzten Sektion, „Salzburg”, die Ergebnisse unserer Forschungen zum Mittelpunkt der Residenzstadt und des Erzstifts Salzburg präsentieren, wobei fast alle Mitarbeiter des Projektes referieren werden. Themenschwerpunkte werden unter anderem Legitimation, Machtfragen, Regierungsprogramme, Memorialkultur, Inszenierung und Repräsentation, paradigmatische Baukonzepte, Künstler am Hof, Sammlungen sowie Musik und Theater sein.

Unterschiedliche Gesichtspunkte zur Salzburger Residenz werden während dieser Tagung den Gegebenheiten von Höfen wie Regensburg, Paderborn, den Wettinischen Kirchenfürsten und den Schönbornhöfen, weiters Olmütz, Nordeuropa, Ungarn, Brixen und Trient sowie Rom gegenübergestellt werden. Davon erhoffen wir für unser Projekt Aufklärung über Ähnlichkeiten, Abweichungen oder Singularität von verschiedenen strukturellen, kulturgeschichtlichen Elementen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 06.05.2021 um 08:39 auf https://www.salzburg24.at/archiv/internationales-symposion-59610679

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