Jetzt Live
Startseite Archiv
Archiv

Intersport Austria wechselt Führungsspitze

Interspar Austria konnte im Halbjahr ein deutliches Umsatzplus verzeichnen. Bilderbox
Interspar Austria konnte im Halbjahr ein deutliches Umsatzplus verzeichnen.

Bei der zu 100 Prozent von der Intersport Deutschland übernommene Intersport Austria kommt es zu einem Führungswechsel. Zusätzlich konnte ein Umsatzplus von fünf Millionen Euro erzielt werden.

Der Deutsche Mathias Boenke, zuletzt sieben Jahre Vorstandssprecher der Huber Holding AG im Vorarlberger Götzis, folgt mit Donnerstag offiziell Gabriele Fenninger nach, die nach 32 Jahren an der Spitze des Unternehmens in den Ruhestand tritt.

Fünf Millionen mehr Umsatz

Im ersten Geschäfts-Halbjahr, also von September bis Februar, um fünf Mio. Euro mehr Umsatz erzielt. Der Umsatz habe in diesen Monaten rund 167 Mio. Euro betragen, teilten die Verantwortlichen am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Tiroler Bad Häring mit.

Fußballweltmeisterschaft als Einflussfaktor

Insgesamt erwarte man sich im Geschäftsjahr 2013/14 (Ende 31. August) ungefähr dasselbe Ergebnis wie im Vorjahr, nämlich 330 Mio. Euro, sagte Intersport Deutschland-Vorstand Kim Roether der APA. Mithilfe der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien, von der man sich neben Deutschland auch in Österreich einen "gewissen Einfluss" auf das Geschäft erwarte, könnte es auch in der Endabrechnung für ein leichtes Umsatzplus reichen, fügte Roethers Vorstandskollege Klaus Jost hinzu.

Sicherheit verzeichnet Umsätze

Signifikante Umsatzzuwächse im ersten Halbjahr verzeichnete Intersport in Österreich vor allem im Sektor Sicherheit, etwa bei Skihelmen, sowie bei Laufsport-Artikeln. Der Sicherheitsaspekt sei vor allem auch durch den schweren Unfall von Michael Schumacher in den Fokus gerückt. "Running" sorge wiederum in einem meteorologisch schwierigem Winter wie diesem für Wachstum.

Skier und Bikes bleiben in Wels

Roether bezeichnete die im vergangenen Herbst vollzogene Übernahme als eine "Zusammenführung von Unternehmensorganisationen auf Augenhöhe". Die Intersport Austria mit Sitz im oberösterreichischem Wels werde sich in Zukunft auf Markt und Vertrieb für Österreich und die lizenzierten Märkte Slowakei, Tschechien und Ungarn fokussieren und nicht mehr "Einkaufs-getrieben" operieren. Das Produktmanagement für Skier und Bikes verbleibe wie bisher am Standort Wels.

"Noch keine Kündigungen"

Insgesamt gelte es jedoch, die Prozesse weitgehend zu vereinheitlichen und die Funktionen, etwa im Bereich der IT, zu zentralisieren. Der Restrukturierungsprozess befindet sich laut dem Vorstand derzeit jedenfalls in der Umsetzungsphase und soll bis 2016 abgeschlossen sein. Auf einen möglichen Personalabbau in Österreich angesprochen, meinte Roether, dass man "noch keine Kündigung" ausgesprochen habe. Und er gehe auch davon aus, dass das in den nächsten Monaten nicht der Fall sein muss. "Wenn wir gut performen, wird es mehr Mitarbeiter geben. Wenn nicht, dann weniger", erklärte Jost. Sollten sich im Verlaufe der Neu-Strukturierung Doppelgleisigkeiten zwischen den Standorten in Wels und dem Intersport Deutschland-Stammsitz in Heilbronn ergeben, werde es sicher zu einem "fluktuationsbedingten Personalabbau" kommen. Zudem werde die Flexibilität was den Arbeitsplatz sowie den Arbeitsort betrifft künftig bei Intersport wichtiger werden, deuteten beide Vorstände an. (APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 03.03.2021 um 04:19 auf https://www.salzburg24.at/archiv/intersport-austria-wechselt-fuehrungsspitze-45070894

Kommentare

Mehr zum Thema