Jetzt Live
Startseite Archiv
Archiv

Islamisten rufen zu Angriffen auf Frankreich auf

Islamisten haben im Internet zu Angriffen auf Frankreich sowie zur Ermordung des französischen Präsidenten Hollande aufgerufen. Es gehe dabei um Vergeltung für den Militäreinsatz in Mali und der Zentralafrikanischen Republik. Unterdessen wurden sieben Männer und eine Frau wegen Terrorismusverdachts in Paris und Umgebung festgenommen.

Wie der amerikanische Internet-Beobachtungsdienst Site mitteilte, haben die Islamisten im Internet sechs Plakate veröffentlicht. Auf einem der zum Ausdruck bestimmten Poster stehe: "An unsere einsamen Wölfe in Frankreich, bringt den Präsidenten des Unglaubens und der Kriminalität um, terrorisiert seine verfluchte Regierung, bombardiert sie und lehrt sie das Fürchten als Unterstützung für die Verletzbaren in der Zentralafrikanischen Republik."

Hollande hatte angekündigt, seine Soldaten würden das Auseinanderfallen der Zentralafrikanischen Republik stoppen und die rivalisierenden Gruppen entwaffnen. In der früheren französischen Kolonie sind Tausende Menschen von muslimischen und christlichen Milizen getötet worden. Frankreich unterstützt mit 2.000 Soldaten eine 6.000 Mann starke Schutztruppe der Afrikanischen Union. Im Norden Malis hatten französische Soldaten vor einem Jahr eine Offensive gegen militante Islamisten angeführt. Seitdem gab es mehrere Entführungen und Anschläge auf französische Staatsbürger in der Region. Im November waren im Norden Malis zwei französische Journalisten entführt und getötet worden.

Indes wurden acht Personen wegen Terrorismusverdachts verhaftet. Einige von ihnen wollten möglicherweise als Teil der islamistischen, Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front in den Jihad nach Syrien ziehen, hieß es Montagabend aus Ermittlerkreisen. Die jungen Leute im Alter zwischen 20 und 28 Jahren wurden in Polizeigewahrsam genommen.

In Frankreich laufen derzeit etwa 40 Verfahren im Zusammenhang mit potenziellen islamistischen Kämpfern für Syrien. Mehrere hundert Freiwillige sollen nach Einschätzung von Anti-Terror-Ermittlern bereits nach Syrien gereist sein, dies planen oder schon wieder zurück nach Frankreich gekommen sein. Darunter sind auch Frauen und Minderjährige. Aus Österreich waren nach Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) bisher rund 80 Kämpfer im Syrien-Einsatz.

In der Zeit zwischen 2001 und 2011 hatten die französischen Geheimdienste lediglich rund 50 islamistische Kämpfer für Afghanistan identifiziert. Zuletzt waren am 7. März in Frankreich drei Beschuldigte, die über die Türkei nach Syrien wollten, zu Haftstrafen zwischen zwei und vier Jahren verurteilt worden.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 05.03.2021 um 03:31 auf https://www.salzburg24.at/archiv/islamisten-rufen-zu-angriffen-auf-frankreich-auf-44939716

Kommentare

Mehr zum Thema