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Israel beschießt Syrien nach Anschlag am Golan

Israelische Soldaten bei Anschlag verletzt Salzburg24
Israelische Soldaten bei Anschlag verletzt

Bei einem Anschlag auf eine israelische Patrouille auf den Golanhöhen haben Unbekannte vier Soldaten verletzt, einen davon schwer. Der Sprengsatz sei unter dem Jeep der Soldaten explodiert, die am Sperrzaun zu Syrien entlang fuhren, teilte das Militär in Tel Aviv am Dienstag weiter mit.

Zur Vergeltung nahm die israelische Artillerie militärische Ziele in Syrien unter Feuer. Ob es dabei Opfer gab, war zunächst unbekannt. Israel hatte die syrischen Golanhöhen 1967 erobert und später annektiert. Syrien fordert das Gebiet zurück.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte am Dienstag gedroht, Israel werde "machtvoll" auf eine Explosion auf den Golanhöhen antworten. "Wir werden machtvoll vorgehen, um die Sicherheit Israels zu gewährleisten", sagte Netanyahu bei einer Veranstaltung seiner Likud-Partei, die vom Armeeradio übertragen wurde.

Am Freitag war bei einem ähnlichen Vorfall an der Grenze zum Libanon ein versteckter Sprengsatz explodiert, als eine israelische Patrouille vorbeifuhr. Dabei war niemand verletzt worden. Israelische Panzer und Artillerie beschossen daraufhin Stellungen der in Syrien aufseiten des Assad-Regimes kämpfenden Schiitenmiliz Hisbollah im Südlibanon. Später bekannte sich jedoch die gegen das Assad-Regime und die Hisbollah kämpfende Jihadisten-Miliz ISIL zu dem Anschlag.

Bereits vor zwei Wochen hatten israelische Soldaten an der Grenze zu Syrien das Feuer auf zwei Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz eröffnet. Die Männer hätten versucht, auf den Golanhöhen in Grenznähe einen Sprengsatz zu legen, hieß es damals.

(Quelle: S24)

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