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Italien: Silvio Berlusconi zu einem Jahr Haft verurteilt

Das Urteil im Unipol-Prozess lautet ein Jahr Haft gegen Silvio Berlusconi. EPA
Das Urteil im Unipol-Prozess lautet ein Jahr Haft gegen Silvio Berlusconi.

Der langjährige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist im sogenannten Unipol-Prozess im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von abgehörten Telefongesprächen am Donnerstag zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Berlusconis jüngerer Bruder wurde zu zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Anschuldigungen stehen in Zusammenhang mit Ermittlungen in einem Finanzskandal aus dem Jahr 2005. Damals waren Unregelmäßigkeiten beim Streit um die Übernahme der Bank Antonveneta aufgetreten, bei dem italienische Interessenten der niederländischen Bank ABN Amro und der spanischen Finanzgruppe BBVA gegenüberstanden.

Berlusconi muss Entschädigung zahlen

Im Zuge der Ermittlungen war ein Telefongespräch zwischen dem Chef des mitbietenden italienischen Versicherungskonzerns Unipol, der der politischen Linken in Italien nahesteht und dem Linkspolitiker und Ex-Außenminister Piero Fassino abgehört worden. Die geheimen Aufzeichnungen wurden dann in der Zeitung "Il Giornale" veröffentlicht, die politisch hinter Berlusconi steht. Berlusconi soll seinem Bruder das abgehörte Telefongespräch zur Veröffentlichung zugeschanzt zu haben, um Fassino in Schwierigkeiten zu bringen. Deswegen wird Berlusconi dem amtierenden Turiner Bürgermeister Fassino eine Entschädigung von 80.000 Euro zahlen müssen, urteilte das Gericht.

(APA)

Aufgerufen am 18.04.2019 um 06:34 auf https://www.salzburg24.at/archiv/italien-silvio-berlusconi-zu-einem-jahr-haft-verurteilt-42657295

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