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Jeder sechste Salzburger fährt mit Öffis zur Arbeit

Immer mehr Salzburger pendeln per Öffi zur Arbeit. Bilderbox/Symbolbild
Immer mehr Salzburger pendeln per Öffi zur Arbeit.

Rund 42.500 Beschäftigte kommen in Salzburg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. Damit hat Salzburg den dritt höchsten Anteil von Beschäftigen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen.

Der Nationalrat beschließt heute die Einführung des Öffi-Jobtickets. Der VCÖ rechnet, dass damit die Zahl der Beschäftigten, die umweltfreundlich zur Arbeit fahren, weiter steigen wird.

Immer mehr Salzburger nutzen Öffis

Die Zahl der Beschäftigten, die in Österreich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen, steigt. Eine VCÖ-Untersuchung zeigt, dass bereits rund 855.000 Beschäftigte mit den Öffis in die Arbeit fahren, das ist jeder 4. unselbständig Beschäftigte. Der VCÖ weist darauf hin, dass in Wien der Anteil mit rund 55 Prozent am höchsten ist, gefolgt von Tirol mit 18 Prozent. Am niedrigsten ist der Anteil in Kärnten mit neun Prozent.

In Salzburg nutzen bereits rund 42.500 Beschäftigte öffentliche Verkehrsmittel, um zur Arbeit zu kommen. Das sind um fast 15.000 mehr als noch im Jahr 2001. "Dass deutlich mehr Beschäftigte mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen, liegt an den gestiegenen Spritpreisen sowie an der Verbesserung des Angebots. Die S-Bahn und weitere Verbesserungen beim Angebot haben sich bezahlt gemacht", betont VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Steuerbegünstigtes Öffi-Jobticket

Der VCÖ begrüßt, dass der Nationalrat die Einführung des steuerbegünstigten Öffi-Jobtickets beschließt. "Arbeitgeber können freiwillig ihren Beschäftigten die Jahreskarte oder Streckenkarte bezahlen, ohne dass für die Beschäftigten dafür Steuern oder Sozialabgaben anfallen. Und die Betriebe können das Jobticket als Betriebsausgabe geltend machen", erläutert Gansterer. Das Jobticket darf nicht statt bisher gezahltem Lohn zur Verfügung gestellt werden, sondern muss eine zusätzliche Leistung sein. Das Unternehmen kann auch einen Teilbetrag zur Öffi-Karte beisteuern. Das Jobticket gilt für den Arbeitsweg. Dort, wo es wie zum Beispiel in Wien keine Streckenkarte gibt, ist die Jahresnetzkarte das Jobticket. Das Jobticket ist ein Sachbezug, die vom Unternehmen zu bezahlen ist.

Der VCÖ rechnet, dass viele Unternehmen das Jobticket nutzen, denn auch diese profitieren davon. Derzeit bieten viele Unternehmen kostenlose oder stark vergünstigte Firmenparkplätze an, die den Betrieben teuer kommen. Ein Jobticket ist günstiger als ein Parkplatz. Zudem haben Beschäftigte, die mit dem Auto zur Arbeit kommen, ein rund 50 Mal so hohes Unfallrisiko als jene, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

Jobticket gilt rückwirkend per 1. Jänner

Der VCÖ fordert eine stärkere Förderung des betrieblichen Mobilitätsmanagement. Unternehmen, die sich dort ansiedeln, wo es eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt tragen zur Verringerung der Verkehrs- und Umweltprobleme bei.

Das Jobticket gilt rückwirkend per 1. Jänner 2013. "Viele haben sich persönlich eine Streckenkarte oder Netzkarte gekauft. Hier fehlt derzeit aber eine Klarstellung des Finanzministeriums, wie nun diese Beschäftigten rückwirkend einen Beitrag erhalten können, wenn ihr Arbeitgeber ein Jobticket zur Verfügung stellt. Im Interesse der Beschäftigten und der Unternehmen muss es vom Finanzministerium eine einfache Lösung geben", fordert VCÖ-Experte Gansterer. 

Aufgerufen am 26.04.2019 um 02:09 auf https://www.salzburg24.at/archiv/jeder-sechste-salzburger-faehrt-mit-oeffis-zur-arbeit-42624763

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