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Joseph Haydn

Die 7 letzten Worte unseres Erlösers am KreuzeEines der schönsten Werke der Kammermusik-LiteraturSa, 04.04.2009 | 18:00 Uhr | www.kunstbox.atNikolauskirche Seekirchen/Waldprechting

SALZBURG MOZART ENSEMBLE

Harald Herzl: Violine | Annelie Gahl: Violine | Werner Christof: Viola | Susanne Ehn-Riebl: Violoncello

Rezitation: Mirjam Jessa (foto) liest aus „Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei” (aus “Blumenstücken”) von Jean Paul

JOSEPH HAYDN – “DIE LETZTEN SIEBEN WORTE UNSERES ERLÖSERS AM KREUZE”

Eines der schönsten Werke der Kammermusik-Literatur ist Joseph Haydns fast einstündige Instrumentalmusik mit dem originalen Titel: “Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze”. Das Stück ist meist in der in Wien 1787 erstaufgeführten Fassung für Streichquartett zu hören, bevorzugt in Kirchen in der Karwoche.

Nur selten wird die Oratorienfassung (mit großem Orchester und Chor) von 1796 gespielt.

Haydn hatte 1785 einen Auftrag vom Bischof von Cardiz in Andalusien angenommen, dieser wünschte Musik für die alljährlich stattfindenden Passionsexerciten in einer unterirdischen Grabkirche.

Originalzitat von Haydn: “….jedwedere Sonate, oder jedweder Text ist bloß durch die instrumental Musik dergestalten ausgedruckt, dass es dem Unerfahrensten den tieffesten Eindruck in Seiner Seel erwecket; das ganze werck dauert etwas über eine Stunde, es wird aber nach jeder Sonate etwas abgesetzt, damit man voraus den darauf folgenden Text überlegen könne…”

Die vom Komponisten also bereits vorgesehene Meditationspause nach jedem Satz legt es nahe, passende Texte vorzutragen.

Ein singuläres Meisterwerk, welches den “schalkhaften” Haydn von einer ganz anderen Seite zeigt, von der eines tiefgläubigen Menschen und eines musikalischen Visionärs.

SALZBURG MOZART ENSEMBLE

Das Ensemble, bestehend aus führenden Mitgliedern des Mozarteum Orchesters Salzburg und Dozenten der Universität Mozarteum, spielt Kammermusik in flexiblen Besetzungen für Streicher und Bläser. Im Mittelpunkt des Repertoires steht die Musik Mozarts und der Wiener Klassik, von der “Kleinen Nachtmusik” bis zu den großen Divertimenti. Dazu kommen ausgesuchte, solistisch besetzte “Gustostückerln” wie Mozarts Hornkonzerte und seine Werke für Oboe und Streicher. Eine Vielzahl von Konzerten in Europa und Asien hat den “Botschaftern Mozarts”, wie sie von der Presse genannt werden, weltweit große Anerkennung gebracht. CD-Aufnahmen und Fernsehauftritte belegen den internationalen Rang der Musiker. Im Oktober 2005 absolviert das SME eine Japan Tournee mit Konzerten u.a. in Tokyo, Osaka und Kyoto.

MIRJAM JESSA

Mirjam Jessa ist in Salzburg aufgewachsen und studierte dort an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst “Mozarteum”, wo sie Schauspiel (Diplom) und Regie belegte. Engagements in der Schweiz (Stadttheater Luzern) und Deutschland (Staatstheater Braunschweig).

Seit 1990 ist Mirjam Jessa beim ORF tätig – vor allem beim Radio Ö1 als Redakteurin, Gestalterin, Moderatorin und Producerin in den Bereichen Musik, Kultur, Literatur, Wissenschaft und Bildung und Religion. 2001-2002 gestaltete sie auch Beiträge für das ORF-Fernsehen/„Treffpunkt Kultur”.

Neben ihren Tätigkeiten für den ORF hatte Jessa einen Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste/Universität Wien (1999 – 2002), arbeitete als Freie Journalistin für verschiedene Printmedien (Falter, Presse), sowie als Kuratorin (2000 -2001: Konzertzyklus ‚Fremde Welten‘ der Jeunesse Musicale, 2002-2004 ‚Neue Musik in neuen Räumen‘ für die FA Funder, St.Veit a.d.Glan).

Aktuell arbeitet sie zusätzlich zu ihren ORF-Verpflichtungen als Moderatorin, Sprecherin, macht Lesungen und vermittelt Musik und Kunst.

In Ö1 moderiert sie derzeit “Ö1 bis 2” und “Spielräume”.  

JEAN PAUL  

Jean Paul wurde 1763 in Wunsiedel (Deutschland) geboren und ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Den Künstlernamen “Jean Paul” legte er sich aus Verehrung für Jean-Jaques Rousseau zu. Sein größter literarischer Erfolg war der Roman “Hesperus oder 45 Hundposttage” (1795). Seine oft witzigen und satirischen Werke wurden damals mehr gelesen, als so mancher Klassiker. Später in Vergessenheit geraten, wird er von Kennern bis heute hoch geschätzt.

In seinem Roman “Siebenkäs” steht in den “Blumenstücken” seine berühmte “Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei.” Jean Paul verarbeitet darin seine Angst vor dem Atheismus, den er für die logische Konsequenz des grassierenden Subjektivismus seiner Zeitgenossen hielt. 

In der Zusammenführung von Haydns Komposition mit Jean Pauls – etwa zur selben Zeit entstandenen – Visionen gewinnen beide Werke neue inhaltliche und emotionale Dimensionen – “wo der Strom des Lebens noch (…) als ein Spiegel des Himmels seinen Abgründen entgegen zog.”

NUR VORVERKAUF – KEINE ABENDKASSA!!!!!!

Kartenreservierung zum Vorverkaufspreis nur über www.kunstbox.at

Vorverkauf bei RAIBA Seekirchen: 14,– Euro;

Ermäßigung (Schüler/Studenten mit Ausweis): 10,– Euro

Ö1-Clubmitglieder: minus 15%

S-Pass: minus 2,– Euro 

Aufgerufen am 15.12.2018 um 12:44 auf https://www.salzburg24.at/archiv/joseph-haydn-59614882

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