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Jugend ohne Alkohol am Steuer

Salzburg – Mit Unterstützung des Landes wurde 2006 das Projekt “Jugend ohne Alkohol im Verkehr” gemeinsam mit der Fahrschule Koch ins Leben gerufen.

Max Rauchegger, ein ehemaliger Alkoholiker, bringt dabei jugendlichen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern die Risiken und Gefahren von Alkoholmissbrauch - vor allem am Steuer - aus erster Hand näher. “Alkohol hat am Steuer nichts verloren, da hört sich der Spaß auf. Denn das kann schwerwiegende Folgen haben. Gerade deshalb ist es ein wichtiges Anliegen, dieses Thema immer wieder zur Sprache zu bringen, besonders in der Sommerzeit, wenn viele Zelt- und Seefeste stattfinden”, sagte Sozialreferentin Landesrätin Erika Scharer beim Besuch des Projektes am Montag, 21. Juli, in der Fahrschule Koch.

Max Rauchegger hat beinahe die Hälfte seines Lebens unter den negativen Folgen der Alkoholabhängigkeit gelitten, jetzt ist er seit sieben Jahren “trocken”, studiert inzwischen Psychologie und setzt sich dafür ein, Jugendlichen die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums aufzuzeigen. “Da für mich mit dem Verlust des Führerscheins der Abstieg begann und ich dadurch auch meinen Job und jeglichen Lebensinhalt verlor, wollte ich mich besonders für Maßnahmen gegen Alkohol am Steuer und in der Jugendprävention engagieren”, so Rauchegger. Zu Beginn der Vorträge reagieren die Jugendlichen meist skeptisch, aber die persönliche Lebensgeschichte Raucheggers regt schnell zum Nachdenken an.

Das Projekt “Jugend ohne Alkohol im Verkehr” ist bereits bundesweit ein Erfolg. “Wir ermöglichen es, dass solche Initiativen ausprobiert und umgesetzt werden können”, sagte Landesrätin Scharer und wies darauf hin, dass das Salzburger Projekt in Österreich Schule macht. Bereits mehrere Wiener Fahrschulen haben das Konzept umgesetzt und in ihre Standardkurse integriert. Auch in Linz wurde vor kurzem eine der größten Fahrschulen für das Projekt gewonnen, Interesse gibt es auch von einer Fahrschule aus Graz.

“Eigentlich könnte man die Vorträge in ganz Österreich anbieten. Die Schwierigkeit ist eher, die geeigneten Vortragenden zu finden, denn nicht jeder Ex-Alkoholiker ist dafür geeignet, Jugendliche zu unterrichten”, so Rauchegger. “Mir ist die Qualität des Vortrags wichtig, ich arbeite dabei mit den zuständigen Stellen beim Land und bei der Exekutive eng zusammen.”

Dass die Qualität des Projektes stimmt, zeigt auch die Nominierung für den österreichweiten Verkehrssicherheitspreis “Aquila” des Kuratoriums für Verkehrssicherheit. Für diesen Preis kam das Projekt in die Endrunde.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 09.03.2021 um 07:00 auf https://www.salzburg24.at/archiv/jugend-ohne-alkohol-am-steuer-59595880

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