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Junge Mutter stirbt an Badesalzdroge: Shop-Besitzerin in U-Haft

Eine 20-Jährige aus Gmunden ist vergangene Woche an der Badesalzdroge "Mephedron" gestorben. Die Besitzerin des Shops, in dem die Frau die Substanz gekauft hatte, wurde am Samstag festgenommen.

Eine 20-Jährige aus dem Bezirk Gmunden ist am Donnerstag vergangener Woche nach dem Konsum der Badesalz-Droge "Mephedron" gestorben. Die Besitzerin des Shops, in dem die Frau die Substanz gekauft haben soll, wurde am Samstag festgenommen. Sie ist in Untersuchungshaft. Die Polizei bestätigte der APA einen entsprechenden Bericht der Gratiszeitung "Heute" (Dienstag-Ausgabe).

Bewusstlos nach Badesalzdroge

Die 20-jährige Mutter eines kleinen Kindes hatte Donnerstagnachmittag einen Herzstillstand erlitten. Sie wurde vom Notarzt reanimiert, starb aber wenig später im Spital. Vor ihrem Tod hatte sie angegeben, Badesalz konsumiert zu haben. Von der Staatsanwaltschaft Wels wurde eine Obduktion angeordnet, das toxikologische Gutachten stand aber zunächst noch aus. Vermutet wird, dass es sich bei dem Produkt um psychoaktives Mephedron gehandelt hat.

Badesalzdroge ähnliche Wirkung wie Ecstasy

Die Polizei ermittelte, in welchem Shop die Frau das angebliche Badesalz gekauft hat und stellte im Zuge einer Hausdurchsuchung derartige Substanzen sicher. Die 29-jährige Shopbesitzerin wurde festgenommen und in die Justizanstalt Wels eingeliefert. Gegen sie wird wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Neue-Psychoaktive-Substanzen-Gesetz (NPSG) ermittelt. Es sieht einen Strafrahmen von bis zu zehn Jahren vor, wenn man diese Drogen verkauft und der Konsument dadurch stirbt. Mephedron ist eine psychoaktive Substanz mit ähnlichen Wirkungen wie Ecstasy oder Kokain und mittlerweile EU-weit verboten. Dennoch wurde die sogenannte Badesalzdroge zuletzt immer wieder als angebliches Düngemittel oder Badesalz verkauft. (APA)
(Quelle: S24)

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