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Kampfhund verletzte Salzburgerin schwer: Besitzer verurteilt

Salzburg – Ein Kampfhund hat am 27. August 2007 einer Salzburgerin lebens­gefährliche Bissverletzungen zugefügt. Der 28-jährige Hundebesitzer wurde heute am Landesgericht Salzburg wegen fahrlässiger Körperverletzung zu fünf Monaten bedingter Haft und 5.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt.

Der freilaufende Hund hatte die damals 57 Jahre alte Fremdenführerin vor ihrer Wohnung angefallen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Verteidiger meldete Berufung an.

Drei Wochen lang wurde die Ehefrau eines Gemeinderates im Spital behandelt. Der American Staffordshire-Terrier “Buster” hatte sie an der Hand und im Brustbereich verletzt und ihr einen Teil der Kopfhaut samt den Haaren weggebissen. Der Besitzer konnte sich das Verhalten des Hundes nicht erklären. “Ich habe ihn selbst ausgebildet, er war ein Kampfschmuser. Buster hat bei mir im Bett geschlafen und war nie aggressiv.”

Zum Zeitpunkt des Vorfalles passte der Onkel des Hundebesitzers auf den Vierbeiner auf. Er wollte einen Umzugskarton aus der Wohnung im Stadtteil Lehen tragen und öffnete die Türe. Buster stürmte hinaus und fiel über die Nachbarin her. Der “Hundehüter” wurde bereits am 13. Jänner zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten und 5.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt.

Die Anklage ging davon aus, dass der Hundebesitzer, ein Staplerfahrer, seinem Onkel keine Anweisungen gegeben hat, wie er in seiner Abwesenheit den Terrier beaufsichtigen soll. Der Paragraf 3c des Landespolizeistrafgesetzes wurde wegen dieses schweren Vorfalles im Dezember 2008 verschärft: Die Gemeinden können ab 1. April die Gefährlichkeit eines Hundes prüfen lassen und präventiv eingreifen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 14.05.2021 um 02:31 auf https://www.salzburg24.at/archiv/kampfhund-verletzte-salzburgerin-schwer-besitzer-verurteilt-59614924

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