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Katze befreit, Garage kaputt: Stadt muss zahlen

Nach jahrelangem Streit muss die Stadt Moers eine bei der Rettung einer Katze beschädigte Garage ersetzen. Die Feuerwehr hatte ein eingeklemmtes Kätzchen befreit.

Die aufwendige Befreiung eines eingeklemmten Kätzchens hat der deutschen Stadt Moers am Niederrhein reichlich Ärger und Kosten eingebrockt. Weil die Feuerwehr für die Rettung des Stubentigers eine ganze Garage versetzte und dabei beschädigte, hatten die Garagenbesitzer 7.000 Euro Schadenersatz verlangt.

Das Oberlandesgericht in Düsseldorf gab ihnen am Mittwoch nach jahrelangem Streit grundsätzlich Recht: Immobilieneigentümer müssen Feuerwehr-Maßnahmen auf ihrem Grund und Boden dulden, haben aber auch Anspruch auf Entschädigung, wenn dabei etwas kaputt geht. Die Anwälte beider Parteien einigten sich per Vergleich auf 4.000 Euro Schadenersatz, um eine weitere Prozessrunde zu vermeiden.

Eingeklemmte Katze

Als die Garagenbesitzer abends nach Hause kamen, wunderten sie sich darüber, dass das Garagentor klemmte. Dann sahen sie mächtige Risse im Gemäuer und bemerkten, dass das Gebäude nicht mehr auf seinem Sockel stand. Passanten klärten auf: Die Feuerwehr habe die Garage hydraulisch angelupft, die zwischen zwei Garagen eingeklemmte Katze sei laut miauend hervorgekommen, und die Garage sei dann “krachend” auf dem Boden aufgeschlagen.

Nicht nur die Garagenbesitzer, auch die Katzenhalter waren von dem Einsatz wenig begeistert: Die Katze rannte weg und tauchte nie wieder auf. “Sie hat wohl den Schreck ihres Lebens bekommen – sie ist weg”, sagte der Anwalt der Garagenbesitzer: “Vermutlich ausgewandert.”

(Quelle: S24)

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