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Kein ?Florianiprinzip? bei Neugestaltung der Maxglaner Hauptstrasse

In Kooperation und auf Initiative der Maxglaner Wirtschaft unterstützt die Verkehrsplanung der Stadt Salzburg die Entwicklung eines ?shared space?-Projekts für die Maxglaner Hauptstrasse im Abschnitt zwischen der Maximiliansbrücke und der Neutorstrasse.

In Kooperation und auf Initiative der Maxglaner Wirtschaft unterstützt die Verkehrsplanung der Stadt Salzburg die Entwicklung eines ?shared space?-Projekts für die MaxglanerHauptstrasse in der Stadt Salzburg  im Abschnitt zwischen der Maximiliansbrücke und der Neutorstrasse. Die Maxglaner Hauptstrasse soll als Ergebnis dieses Partizipationsprojekts und nach eingehender Diskussion aller Beteiligten zu einer Begegnungszone, in dem alle (Verkehrs)Nutzungen kooperieren, werden.

Das Modell fußt auf dem in der Schweiz entwickelten und erprobten Konzepts «Koexistenz statt Dominanz im Straßenraum». Dieses beruht darauf, dass der Verkehr für alle VerkehrsteilnehmerInnen wie auch für die Anrainer, die Kaufleute sowie die Gewerbetreibenden verträglich abgewickelt werden kann. Im Vordergrund steht das gemeinsame Miteinander, das sich auch in einer Neugestaltung widerspiegeln soll. "Lesbare" Straßenräume, in denen sich alle Menschen - egal wie und womit sie unterwegs sind - bewegen und wohlfühlen.

Statt den Straßenraum lediglich für eine Verkehrsart, nämlich den motorisierten Individualverkehr auszurichten, will man in diesem Salzburger Stadtteil neue Wege gehen.

Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Straßenraumgestaltung mit Identität, erhöhte Verkehrssicherheit, Qualität bei gleichzeitigem stetigen Verkehrsfluss, Erleichterung der Querungen für FußgängerInnen und höhere Attraktivität der Geschäftslokale.

Im Zusammenhang mit ersten workshops zwischen den beteiligten Anrainern und Wirtschaftsvertretern sind nunmehr auf Flugblättern Gerüchte aufgetaucht, wonach das Konzept auf eine Verlagerung des Durchzugsverkehrs in die Rochusgasse abzielen würde. Planungsstadtrat Johann Padutsch und Alexander Oberwimmer, Obmann der Maxglaner Wirtschaft, treten dem vehement entgegen: ?Genau diesem Florianiprinzip huldigen wir nicht. Es kann nicht sein, dass der Vorteil der einen zu Lasten der anderen geht. Aber die Beispiele aus der Schweiz, die ja übrigens auch bereits in anderen Ländern nachgemacht werden, zeigen, dass eine Koexistenz und mehr Rücksicht der einzelnen Nutzgruppen aufeinander messbare Vorteile für alle bringen.?

Genau das soll in den nächsten Wochen in einem breit angelegten Partizipationsprozess erarbeitet und dann schrittweise implementiert werden. Padutsch: ?Ich lade auch alle jene zu dieser Diskussion ein, die Nachteile aus dem Projekt fürchten. Ich habe mich noch nie vor einer offenen Debatte gedrückt. Nur so kann ein breiter Konsens entstehen. Anonymes Streuen von Gerüchten hilft jedenfalls nicht weiter.?


Die nächsten workshop-Termine:
Do, 7. April, 18.30 Uhr: Workshop im Gasthaus Untersberg, Maxglaner Hauptstraße 16
Mi, 4. Mai, 18.30 Uhr: Workshop im Hotel Astoria, Maxglaner Hauptstraße 7
Do, 9. Juni, 18.30 Uhr: Präsentation und Diskussion des Ergebnisses in Stiegls Brauwelt


(Quelle: S24)

Aufgerufen am 23.08.2019 um 03:40 auf https://www.salzburg24.at/archiv/kein-florianiprinzip-bei-neugestaltung-der-maxglaner-hauptstrasse-59175214

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