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Keinohrhase von Kameramann totgetreten

Er sollte der kleine Star des deutschen Tierparks Limbach-Oberfrohna sein und in ein paar Tagen erstmals dem Publikum präsentiert werden: Ein Keinohrhäschen, also ein Zwergkaninchen, das ohne Ohren das Licht der Welt erblickte. Doch dann kam alles anders.

Bei Dreharbeiten, die den Keinohrhasen zum Fernsehstar machen sollten, passierte das Unglück: Das Kaninchen wurde zertreten. Vom Kameramann. „Wir sind alle geschockt und können es kaum fassen“, so Tierparkleiter Uwe Dempewolf gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Am 27. Februar erblickte das Häschen das Licht der Welt und eigentlich unterschied es nur wenig von seinen anderen Geschwistern. Doch genau das, was dem Kleinen fehlte, machte es gleich nach der Geburt zur Sensation: Das Häschen hatte keine Ohren. Ob aufgrund eines genetischen Defekts oder, ob "die Mutter dem Kaninchen die Ohren abgeknabbert hat", sei nicht sicher, so der Vorsitzende des Landesverbandes Sächsischer Rassekaninchenzüchter, Michael Rockstroh, gegenüber der Sächsischen Zeitung. Vielleicht auch einfach eine Laune der Natur, die das Hasenbaby jedoch nicht im Geringsten einzuschränken schien. „Es war alles in Ordnung. Das Gehör funktionierte, nur die Ohren fehlten“, zitiert bild.de Tierpark-Chef Uwe Dempewolf.

Das tragische Ende des Keinohrhäschens

Unachtsamkeit jedoch setzte dem kurzen Keinohrhasenleben nach drei Wochen ein Ende. Bei Filmarbeiten über die kleine Attraktion zerquetschte ein Kameramann am Mittwoch das Hasenbaby beim Rückwärtsgehen mit seinen Schuhen. „Wir haben uns so darauf gefreut, den kleinen Kerl zu präsentieren und hier aufwachsen zu sehen“, zeigt sich Dempewolf tief betroffen, der  jedoch betont, dass man dem Kameramann nicht die Schuld am Unglück geben könne. Dieser sei selbst wohl am meisten geschockt, es habe sich um einen tragischen Unfall gehandelt, so der Tierparkleiter gegenüber der Sächsischen Zeitung. (VOL.AT)
(Quelle: S24)

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