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Kleriker: Ahmadinejads Umarmung der Chavez-Mutter unislamisch

Elena Frias, Mutter von Hugo Chavez, und Mahmoud Ahmadinejad. EPA
Elena Frias, Mutter von Hugo Chavez, und Mahmoud Ahmadinejad.

Irans religiöse Führer haben das Verhalten von Präsident Mahmoud Ahmadinejad auf der Trauerfeier für Hugo Chavez als unislamisch gebrandmarkt. Den Zorn der Kleriker bezieht sich auf ein Foto, auf dem Ahmadinejad die Mutter des verstorbenen venezolanischen Staatschefs umarmt, wie die Presse in Teheran am Dienstag berichtete.

Ahmadinejad hatte zunächst bestritten, eine fremde Frau umarmt zu haben, und dann behauptet, das Berührungsverbot gelte nicht für alte Frauen. Kleriker widersprachen dieser Koran-Auslegung des iranischen Präsidenten. Zudem hätte Ahmadinejad Chavez nicht als Märtyrer bezeichnen dürfen, weil dieser Titel Muslimen vorbehalten sei, hieß es weiter.

Kritik wegen verpasster Parlamentssitzung

Auch hatte Ahmadinejad für die Zeremonie in Caracas am Freitag eine Parlamentssitzung über das Budget im Iran verpasst. "Was ist wichtiger: Tränen für Venezuela zu vergießen oder für sein eigenes Land und die Menschen", fragte der Abgeordnete Gholam-Ali Jafarzadeh am Sonntag einem Bericht der Nachrichtenagentur Mehr zufolge.

Die Abgeordneten wollten, dass Ahmadinejad ungeklärte Fragen zum Etat beantwortet. Das neue Budgetjahr im Iran beginnt am 21. März.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.07.2019 um 09:19 auf https://www.salzburg24.at/archiv/kleriker-ahmadinejads-umarmung-der-chavez-mutter-unislamisch-42675499

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