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Kombination: Für Gruber und Co. beginnt WM-Abenteuer

Der Salzburger Bernhard Gruber möchte in Val di Fiemme eine Medaille holen. APA
Der Salzburger Bernhard Gruber möchte in Val di Fiemme eine Medaille holen.

Am Freitag geht es endlich auch für die Nordischen Kombinierer los:  Bernhard Gruber, Willi Denifl, Mario Stecher und Christoph Bieler stehen für den ersten Einzelbewerb von der Normalschanze in Predazzo (10.00 Uhr) sowie die vier Mal zu laufende 2,5-km-Schleife in Lago di Tesero (15.00 Uhr) im ÖSV-Aufgebot. Am Sonntag folgt der Teambewerb vom kleinen Bakken.

Die ÖSV-Kombinierer gehen als zweifache Titelverteidiger in der Mannschaft in diese 49. Titelkämpfe, wobei der Bewerb von der Großschanze erstmals durch den Team-Sprint (nur zwei Athleten statt vier) ersetzt wird.

Edelmetall möglich

ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen setzte vor WM-Beginn die Maßstäbe niedriger an. "Wir sind klare Außenseiter, speziell bei den Teams. Es war in Oslo eine andere Konstellation, da waren noch Felix Gottwald und David Kreiner dabei." Die Chance auf eine Medaille sei aber aufgrund der guten Team-Ergebnisse in Schonach (4.) und Sotschi (3.) gegeben.

Soferne Mario Stecher nach seiner Verletzung seine Leistung bringen könne, sei auch im Team-Sprint (letzter Bewerb am 2. März) Edelmetall möglich. "Natürlich sollte die Medaille der Anspruch sein, aber das können wir nur mit guten Leistungen schaffen", so Eugen.

Gruber optimistisch

Während Eugen die Ziele sehr vorsichtig formuliert, strahlt Sotschi-Sieger Bernhard Gruber Optimismus aus. "Es gibt noch ein paar Reserven. Ich hoffe auf die Bernie-'Bombe' auf der Schanze", meinte Gruber, der allerdings vor der sehr selektiven Loipe warnte. "Da darf man nicht zu schnell weglaufen. Das ist bei mir gefährlich", weiß der 30-jährige Salzburger aus Erfahrung. "Die Strecke hat sehr viel Anstiege und Höhenmeter und ist sehr gut zum Attackieren. Wenn man richtig attackiert, tut man den Gegnern weh", glaubt Gruber.

Frenzel Maß aller Dinge

Die größten Konkurrenten sehen die ÖSV-Kombinierer in Weltcup-Leader Eric Frenzel (GER), der von den vergangenen fünf Bewerben vier gewonnen hat und einmal Zweiter wurde, dem laufstarken Norweger Magnus Moan, aber auch dem Japaner Akito Watabe sowie Frenzels Teamkollegen Tino Edelmann.

Bieler, der wie Denifl vor 2003 im Fleimstal Team-Gold für Österreich geholt hatte, sieht doch eine Veränderung in der Langlaufstrecke. "Sie ist schon ein bisserl anders als vor zehn Jahren. Es ist eine 2,5er-Runde mit drei sehr anspruchsvollen Anstiegen, aber immer wieder Abfahrten. Da muss man die Abfahrten gut fahren und sich gut erholen."

Sprungform passt

Mario Stecher attestiert der ÖSV-Mannschaft vor seiner letzten WM sehr gute Skisprung-Form. "Prinzipiell kann man nichts ausschließen. In Sotschi waren wir Dritter mit der Mannschaft und nur knapp vom Sieg entfernt waren. Es ist schon sehr viel möglich." Nach seiner Knie-Operation fühlt er sich wieder gut und schmerzfrei, in der Loipe ohnehin in guter Form.

"Ich bin froh, dass er dabei ist. Das gesamte Team ist darüber sehr happy", zeigte sich Eugen über die rechtzeitige Genesung Stechers erleichtert. Dass es nun ein Team der Routiniers ist, stört Eugen nicht. "Es sind die arriviertesten und erfahrensten Leute, die immer noch die Besten sind. Aber ich hoffe, dass es sich in den nächsten ein, zwei Jahren immer mehr durchmischt", erklärte der Cheftrainer vor seiner ersten WM in dieser Funktion.

Zuschauen müssen im ersten Bewerb Lukas Klapfer und Tomaz Druml. Sollten sich die vier Freitag-Starter gut schlagen, sind sie wohl auch für den Team-Bewerb am Sonntag erste Wahl von Cheftrainer Eugen.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.06.2019 um 01:09 auf https://www.salzburg24.at/archiv/kombination-fuer-gruber-und-co-beginnt-wm-abenteuer-42594769

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