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Kommendes Schuljahr schließen wieder Kleinschulen

Schülerzahlen an manchen Standorten zu niedrig Salzburg24
Schülerzahlen an manchen Standorten zu niedrig

Auch im kommenden Schuljahr schließen wieder Kleinschulen. Das zeigt ein Rundruf der APA bei den zuständigen Landesschulräten bzw. Landesregierungen. Grund dafür sind weniger die aktuellen Sparmaßnahmen im Bildungsbereich, sondern die sinkenden Schülerzahlen an diesen Standorten. Aufgrund der demografischen Entwicklung sind auch in den darauffolgenden Jahren Schließungen zu erwarten.

In Kärnten wird im kommenden Schuljahr die Volksschule Ebriach geschlossen und in das Bildungszentrum Bad Eisenkappel (Bezirk Völkermarkt) integriert. "Dieser Schritt ist bereits vorbereitet", sagte Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger. Weitere Volksschulstandorte stehen außerdem zur Debatte. Neben Volksschulen sind in Kärnten aber auch andere Schulen betroffen. Die Schließung des Oberstufenrealgymnasiums Gurk (Bezirk St. Veit) ist bereits fixiert, die Hauptschule in Hüttenberg (Bezirk St. Veit) mit nur mehr 40 Schülern könnte folgen.

Im Burgenland werden im nächstem Schuljahr voraussichtlich drei kleine Schulen geschlossen, so der amtsführende Landesschulratspräsident Gerhard Resch. Welche das sein werden, könne man zum derzeitigen Zeitpunkt aber noch nicht sagen. In Tirol würden von den derzeit bestehenden 76 einklassigen Volksschulen zwei geschlossen, erklärte Bildungslandesrätin Beate Palfrader. Dabei handle es sich um die Volksschule Bschlabs in der Gemeinde Pfafflar (Bezirk Reutte) sowie um die Volksschule Gasteig im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Kirchdorf (Bezirk Kitzbühel).

Mit Juli 2014 werden in der Steiermark die Volksschulen Gußwerk und Haslau mangels Schülern geschlossen. Oppenberg und St. Anna ob Schwanberg, die eigentlich auch schon heuer geschlossen werden sollten, werden sich dagegen erst mit Schulende 2015 zum letzten Mal in die Ferien verabschieden. Mit ihnen zusammen sind im Juli 2015 voraussichtlich sechs weitere Volksschulen betroffen: Mitterlabill, Radmer, Schönberg-Lachtal, St. Ruprecht ob Murau, Unterburg und Vordernberg. Hinter letzterer Entscheidung steht aber noch ein Fragezeichen, da gegen den Schließungsbescheid Einspruch erhoben wurde.

In Oberösterreich wurden seit 2010 in Summe 68 Schulstandorte geschlossen bzw. zusammengelegt, so das Büro von Bildungslandesrätin Doris Hummer auf Anfrage. Aktuell seien aber keine weiteren Schritte geplant.

In Salzburg wird die Hauptschule Plainstraße in der Landeshauptstadt wegen sinkender Schülerzahlen geschlossen. Dorthin übersiedelt dafür die an Platzmangel leidende Neue Mitteschule Hubert-Sattler-Gasse. Kleinschulen würden grundsätzlich nur geschlossen, wenn dies von der jeweiligen Gemeinde ausdrücklich gewünscht wird, hieß es aus dem Büro des ressortzuständigen Landeshauptmannes Wilfried Haslauer.

In Niederösterreich sind laut Landesschulratspräsident Hermann Helm für das kommende Schuljahr keine Schulschließungen im Pflichtschulbereich geplant. "Ich kann Kinder im Volksschulbereich nicht schon zu Pendlern machen", so Helm.

In Vorarlberg war bereits Anfang April bekannt gegeben worden, dass die Volksschule der Dornbirner Bergparzelle Ebnit im Herbst wegen zu geringer Schülerzahlen vorläufig geschlossen wird. Lediglich vier Kinder hätten sie ab September besucht. In Wien werden keine Schulen geschlossen - in der Bundeshauptstadt gibt es auch keine Kleinschulen.

(Quelle: S24)

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