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Kongolesischer Rebellenführer stellte sich

Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte mutmaßliche Kriegsverbrecher und Rebellenführer Bosco Ntaganda aus dem Kongo hat sich in der US-Botschaft in Kigali in Ruanda gestellt. Ntaganda wird vom Internationalen Strafgerichtshof wegen zahlreicher Kriegsverbrechen während des Bürgerkriegs im Kongo vor knapp zehn Jahren gesucht. Er wird nun nach Den Haag überstellt, so das US-Außenministerium.

Wir arbeiten derzeit mit einigen Regierungen - darunter die ruandesische - zusammen, um seine Bitte zu ermöglichen", sagte Außenamtssprecherin Victoria Nuland. Erst vor kurzem waren rund 600 Mitglieder der von Ntaganda gegründeten Rebellenorganisation M23 angesichts heftiger interner Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo ins benachbarte Ruanda geflohen. Unter den geflohenen Rebellen befinde sich auch der kürzlich entmachtete M23-Präsident Jean-Marie Runiga, teilte Mushikiwabo am Sonntag in Kigali mit.

Im April 2012 desertierte Ntaganda mit seinen bis zu 2.000 Anhängern aus der Armee in Kinshasa und avancierte zum Anführer der Rebellenbewegung M23. Die Gruppe ist benannt nach dem 23. März 2009, das Datum des mittlerweile gescheiterten Friedensvertrages mit der kongolesischen Armee. Unterstützt wurden die Rebellen laut einem Bericht der Vereinten Nation von der Regierung in Ruanda.

Ntaganda nennt sich selbst gerne "Terminator" und wird vom IStGH wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht wird. Unter dem im vergangenen Juli vom Weltstrafgericht verurteilten Milizenführer Thomas Lubanga war Ntaganda damals als Ausbildner für Kindersoldaten verantwortlich. Auch Massenvergewaltigungen werden ihm zur Last gelegt.

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