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Konkrete, figurative Malerei von Antje Majewski in Salzburg

Im Salzburger Kunstverein ist derzeit eine umfassende Werkschau der deutsche Künstlerin Antje Majewski zu sehen. Großflächige Ölbilder und aktionistische Videos unter dem Titel “My very Gestures”.

Der so gut wie unübersetzbare Titel dieser Ausstellung stammt aus einem Popsong von Frankie goes to Hollywood und soll, so die Künstlerin heute, Mittwoch, bei der Presse-Eröffnung, die persönliche Geste in gebrochenem Pathos bedeuten. Tatsächlich zu sehen sind figurativ-konkrete, großformatige Ölbilder der 40-jährigen Berlinerin. Menschen im Alltag, maskiert oder beim Burger-Essen. Eigenwillige, bewusst gestellte oder natürliche Szenen, fast Stillleben-artig und angereichert mit Zitaten aus der Geschichte der Malerei. Immer stand das Foto Pate bei der Entstehung dieser Arbeiten. Formal verweist die Künstlerin auf Velazquez oder Manet, die “ebenfalls optisch-technische Hilfsmittel für ihre Gemälde verwendet haben”. Inhaltlich stellt Majewski den Bezug zu Gesellschaft und sozialen Normen her. Immer aber sind diese Arbeiten konkret und figurativ, Majewskis Bilder meinen, was man sieht. Ihre Video-Arbeiten sind “in den Ablauf von Zeit gequetschte Einzelbilder”. Menschen tanzen, bewegen sich ästhetisch oder kriechen durch eine Stadt, “um das Erlebnis veränderter Fortbewegung” nachvollziehbar zu machen. “Ich habe schon in der Schulzeit konkret gemalt und bin mit diesem Konzept am Anfang meiner Laufbahn, als das Konkret-Figurative noch relativ verpönt war, auch in keiner Kunstakademie aufgenommen worden”, erläuterte Majewski und ergänzt: “Mich interessieren Genre-Grenzen und formale Spitzfindigkeiten im Grunde wenig. Ich suche mir jene Formen, in denen ich mich am besten ausdrücken kann.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 14.11.2019 um 04:29 auf https://www.salzburg24.at/archiv/konkrete-figurative-malerei-von-antje-majewski-in-salzburg-59600911

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