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Kosovo-Armee wird UNO-Sicherheitsrat beschäftigen

Die Entscheidung der kosovarischen Regierung, aus seinen derzeitigen Sicherheitskräfte eine eigene Armee aufzubauen, sorgt für Aufregung in Belgrad. Die serbische Regierung hat daher eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt. Die Entscheidung der Regierung in Prishtina wäre nach Deutung Belgrads ein Verstoß gegen die weiterhin geltende UNO-Resolution 1244 vom Juni 1999.

Die UNO-Resolution sehe vor, dass im Kosovo nur die internationale Schutztruppe KFOR existiere, erklärte Aleksandar Vulin, Leiter des serbischen Regierungsbüros für den Kosovo. Die längst überholte Resolution, welche 1999 die Kämpfe zwischen den serbischen Streitkräften und den albanischen Unabhängigkeitskämpfern beendete, konnte bisher nicht durch eine andere ersetzt werden. Dabei ist der Kosovo bereits seit Februar 2008 ein unabhängiger Staat. In der UNO-Resolution 1244 wird das Land jedoch als serbische Provinz behandelt. Die Versuche, die Resolution außer Kraft zu setzen, waren im UNO-Sicherheitsrat zuletzt im Sommer 2007 am Widerstand Russlands, dem wichtigen Verbündeten Serbiens in der Kosovo-Frage, gescheitert.

Per Entscheidung der kosovarischen Regierung sollen die Streitkräfte bis 2019 ihre volle Stärke von 5.000 Mann und 3.000 Reservisten erreichen. Das Jahresbudget der Streitkräfte wird sich auf 65 Mio. Euro belaufen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 07.03.2021 um 07:21 auf https://www.salzburg24.at/archiv/kosovo-armee-wird-uno-sicherheitsrat-beschaeftigen-44919004

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