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Kraft springt in Lahti auf Rang zwei hinter Freund

Der Salzburger Stefan Kraft präsentiert sich in der letzten Saisonphase des Skisprung-Weltcups so stark wie nie zuvor. Am Freitagabend erreichte der 20-Jährige in Lahti mit dem zweiten Rang (125/134 m) seine bisher beste Platzierung, nachdem er zwei Tage zuvor in Falun Fünfter geworden war. Den Sieg sicherte sich der überlegene Deutsche Severin Freund (131/127,5) mit elf Punkten Vorsprung.

Die ÖSV-Springer Thomas Diethart, Michael Hayböck und Gregor Schlierenzauer landeten auf den Plätzen sechs bis acht. Schlierenzauer fiel vom zweiten Halbzeitrang zurück. In der Weltcup-Gesamtwertung behielt der Slowene Peter Prevc die Führung, er liegt sieben Punkte vor dem polnischen Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch.

Kraft, der die Olympia-Qualifikation verpasst hatte, nützte im Finale die guten Bedingungen und flog auf die Tageshöchstweite. Damit gelang ihm eine Verbesserung von Rang neun auf zwei, und er übertraf auch seinen dritten Platz im Tourneebewerb auf seiner Heimschanze in Bischofshofen im Jänner 2013. Springer um Springer scheiterte an der vom Pongauer vorgelegten Marke, Stoch (127/124,5) blieb als Dritter ebenso hinter ihm wie Prevc als Vierter.

Einzig Freund war neuerlich nicht zu schlagen. Der 25-jährige Bayer feierte nach dem Teambewerb in Sotschi und der Weltcup-Konkurrenz in Falun am vergangenen Mittwoch schon seinen dritten Erfolg in Serie und den insgesamt siebenten im Weltcup.

Während Kraft bei gutem Aufwind auf das Podest segelte, fiel Schlierenzauer (132/115,5) im Finale bei etwas ungünstigeren Windbedingungen von Rang zwei auf acht zurück. Bei Halbzeit war für den 24-Jährigen mit 2,3 Punkten Rückstand auf Freund sogar noch der 53. Weltcupsieg möglich gewesen. Sein erster Flug, der erst nach 132 Metern zu Ende war, entlockte dem zuletzt mit seiner Form unzufriedenen Stubaier immerhin ein Lächeln.

Schlierenzauer war diesmal nur viertbester ÖSV-Springer, er lag unmittelbar hinter Tourneesieger Diethart (6./127/121) und Hayböck (7./126/127). Damit scheint die Aufstellung für den Teambewerb am Samstag mit diesem Top-Ten-Quartett fix zu sein, denn Andreas Kofler (20.) und Manuel Fettner (29.) blieben doch deutlich zurück. Wolfgang Loitzl hatte ebenso wie u.a. der Schweizer Simon Ammann das Finale verpasst.

(Quelle: S24)

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