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Krankenhaus Schwarzach setzt Energiekonzept um

Schwarzach – Das Krankenhaus Schwarzach hat ein langfristiges, umwelt­freundliches Energiekonzept erfolgreich realisiert. Das Spital im Pongau setzt auf Wärmepumpen, ein eigenes Blockheizkraftwerk und Fernwärme mit Bioenergie, denn seit dem heurigen Jahr werde komplett auf Öl verzichtet.

Wie der Leiter der Presseabteilung Karl Söllhammer in einer Aussendung berichtet, stagniere trotz stetig steigender Anforderungen im Haus der Gesamtaufwand an Energie. Im Zuge des vierstufigen Krankenhaus-Ausbaus sei die Energieversorgung immer wieder optimiert worden, um eine nachhaltige Verbesserung in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht zu erreichen. “Wir haben schon Anfang der 90er Jahre einen Plan entwickelt, um den hohen Energieverbrauch im Krankenhaus möglichst in Grenzen zu halten”, sagt Roland Pamminger, technischer Leiter im Krankenhaus Schwarzach. Immerhin entspreche der Energieverbrauch des Spitals dem Bedarf von rund 700 durchschnittlichen Einfamilienhäusern.

“Noch bis ins Jahr 1994 wurde das Krankenhaus zu hundert Prozent mit Öl versorgt, seither haben wir zahlreiche einschneidende Umstellungen vorgenommen. 2006 verbrauchten wir noch 180.000 Liter Öl und heuer haben wir es sogar geschafft, uns völlig von dieser teuren und umweltbelastenden Energiequelle zu lösen”, betont Pamminger.

Schrittweise unabhängig von Energielieferanten

Das Krankenhaus Schwarzach hat sich schrittweise unabhängig von Energieanbietern gemacht. Unter anderem wurden alle neuen und renovierten Gebäude besser isoliert, um durch Wärmedämmung Heizkosten zu sparen. Die beiden hauseigenen Wärmepumpen wurden im letzten Jahr modernisiert und sind während des Winters im Heizbetrieb. Die Ablufttemperatur aus den Lüftungsanlagen wird rückgeführt und erzeugt so wieder neue Energie.

Durch die Erneuerung stieg das Verhältnis von erzeugter zu eingesetzter Energie auf 4:1. “Im Sommer sorgen die Wärmepumpen für Warmwasser und Kühlenergie, die im Krankenhausbetrieb natürlich besonders wichtig ist”, so Pamminger.

Hygiene im Krankenzimmer: Keine offenen Heizköper

Als zweite Energiequelle zur Gewinnung von Strom und Wärme dient ein eigenes Blockheizkraftwer, das im Heizbetrieb teure Spitzenleistungen abdecken muss. Darunter fällt etwa der Hubschrauberlandeplatz, der im Winter eisfrei bleiben muss und dafür im Schnitt 160.000 Kilowattstunden pro Jahr braucht. Als dritte Säule des Energiebezugs steht die Fernwärme mit Bioenergie zur Verfügung. Sie deckt im Winter den restlichen Wärmebedarf ab, im Sommer wird mit ihr das Warmwasser noch auf die im Krankenhaus geforderte Temperatur erhöht. Durch die Umstellung von Gaskesseln auf Fernwärme konnte das Krankenhaus weiter einsparen.

Vom Energiekonzept im Krankenhaus Schwarzach profitieren auch die Patienten: So wurden die Zimmer und Behandlungsräume im gesamten Spital auf Wand- und Fußbodenheizung umgerüstet, was die Hygiene laut Söllhammer im ganzen Krankenhaus erheblich verbessert.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.09.2019 um 12:37 auf https://www.salzburg24.at/archiv/krankenhaus-schwarzach-setzt-energiekonzept-um-59606227

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