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"Krimineller Akt" bei Schülerdatenlücke befürchtet

Heinisch-Hosek verteidigte Stopp der Testungen Salzburg24
Heinisch-Hosek verteidigte Stopp der Testungen

Bildungsministerin Heinisch-Hosek spricht angesichts der Datenlücke beim Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) vom Verdacht eines "kriminellen Aktes". Deshalb werde sie "nicht den Fehler machen, weitere Testungen zuzulassen, bis hier nicht geklärt ist, wer dahintersteckt", erklärte sie gegenüber der Tageszeitung "Österreich am Sonntag".

"Nach all dem, was wir bis jetzt wissen, sieht es so aus, als ob es sich um einen kriminellen Akt handelt. Nicht um einen Hack oder ein Leck. Sondern dass offenbar jemand, eine Person, quasi mit einem Schlüssel ausgestattet, die Türe zu den Daten geöffnet hat", sagte Heinisch-Hosek. Weil bei einer Partnerfirma von Bifie - das die Erhebungen durchführt - ungeschützte Ergebnisse informeller Schülertests aus 2011 und 2012 aufgetaucht sind, hat Heinisch-Hosek für heuer die Teilnahme an PISA und TIMSS abgesagt.

Dies wurde von vielen Seiten kritisiert, das Land Oberösterreich hat seine Absicht kundgetan, den PISA-Test im Alleingang durchzuführen. Allerdings kam bei einem Rundruf der APA am Samstag aus keinem anderen Land Unterstützung. Die ebenfalls ÖVP-dominierten Länder Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg stellten sich klar dagegen, ebenso Kärnten, und das Burgenland zeigte sich zurückhaltend. Nur in der Wiener ÖVP fand sich eine Stimme pro Oberösterreich.

Auch in den eigenen Reihen gab es am Samstag keine Absicht, die Entscheidung von SPÖ-Bildungsministerin Heinisch-Hosek zu untergraben. Der Kärntner Landeshauptmann Kaiser hält nichts von einem Alleingang in Sachen PISA-Studie. Der burgenländische Landeshauptmann Niessl legte sich noch nicht fest. Es müsse erst geprüft werden, ob einzelne Bundesländer einen eigenständigen PISA-Test machen können. Jedenfalls müsse Datensicherheit gegeben sein, meinte Niessl in einem kurzen Statement gegenüber der APA.

(Quelle: S24)

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