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Kritik an unbegleiteter Stewardess: Saudi musste Flugzeug verlassen

Strenggläubiger Muslim wollte, dass alle Frauen ohne männlichen Verwandten aussteigen. Bilderbox/Symbolbild
Strenggläubiger Muslim wollte, dass alle Frauen ohne männlichen Verwandten aussteigen.

Ein strenggläubiger Muslim hat in Saudi-Arabien ein Flugzeug verlassen müssen, weil er nicht mit unbegleiteten Frauen in der Maschine sein wollte.

Während eine Stewardess Sicherheitsvorkehrungen erläuterte, kritisierte der Saudi, dass sie ohne einen männlichen Verwandten unterwegs war. Wie die saudische Zeitung "Okaz" am Dienstag berichtete, sagte der Passagier: "Ich bin dagegen, dass dieses Flugzeug abhebt, bevor nicht alle Frauen, die ohne einen männlichen Verwandten reisen, ausgestiegen sind."

Zwei Stunden Verpätung wegen Vorfall

Nach dem in Saudi-Arabien geltenden islamischen Recht sollen Frauen in Begleitung ihres Ehemann oder eines nahen männlichen Verwandten reisen. Allerdings hatte ein Religionsgelehrter, der König Abdullah berät, dieses Verbot eingeschränkt und Flugreisen davon ausgenommen, solange ein Verwandter die Frau am Zielort abholt. Die Fluggesellschaft folgte nicht der Argumentation des aufgebrachten Passagiers. Er und sein Sohn wurden von Sicherheitsleute mit Gewalt aus der Maschine gebracht, die dann mit zwei Stunden Verspätung von Dschidda nach Dammam flog. (APA)

Aufgerufen am 23.04.2019 um 12:54 auf https://www.salzburg24.at/archiv/kritik-an-unbegleiteter-stewardess-saudi-musste-flugzeug-verlassen-42675232

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