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Kuba unterbricht konsularische Dienste in den USA

Wegen eines Streits um seine Bankgeschäfte hat Kuba sämtliche konsularischen Dienste in den USA am Dienstag auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Der Entschluss könnte Tausende treffen, die etwa als Studenten, Forscher oder Sportler nach Kuba reisen wollen oder auf der Karibikinsel Besuche bei Verwandten planen.

Pässe, Visa und andere Dokumente könnten ab sofort nicht mehr bearbeitet werden, teilte die Kubanischen Interessenvertretung in Washington mit und bedauerte die dadurch entstehenden Probleme.

Hintergrund des Schritts sind andauernde Schwierigkeiten bei Kubas Bankgeschäften in den USA. Zahlreiche Banken hatten Gesuche Kubas abgelehnt, Bankdienstleistungen für die diplomatischen Vertretungen abzuwickeln.

Grund sei die anhaltende "ökonomische, wirtschaftliche und finanzielle Blockade" der USA, teilten die Kubaner mit. "Diese Situation wird die normalen Abläufe bei der Kubanischen Interessenvertretung und der Ständigen Mission zu den Vereinten Nationen massiv beeinträchtigen", hieß es.

Wegen anhaltender diplomatischer Spannungen unterhalten beide Seiten im jeweils anderen Land lediglich Interessenvertretungen. Dort werden die spärlichen bilateralen Beziehungen gepflegt und konsularische Dienste abgewickelt, etwa in Einwanderungsfragen. Die Angestellten in diesen Häusern unterliegen aber bestimmten Auflagen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 23.05.2019 um 03:34 auf https://www.salzburg24.at/archiv/kuba-unterbricht-konsularische-dienste-in-den-usa-44333932

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