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Küng kritisiert Sparvorhaben der Regierung

Der in der Bischofskonferenz für Familie zuständige St. Pöltner Bischof Klaus Küng hat den als Sparvorhaben der Regierung angekündigten Verzicht auf eine Erhöhung der Familienbeihilfe als "ungerecht" und "kurzsichtig" kritisiert. Diese sei seit 13 Jahren nicht angehoben worden, ebenso nicht die Kinderbetreuungsgelder, hielt Küng in den Niederösterreichischen Nachrichten ("NÖN") fest.

Der Bischof betonte in dem Interview den Stellenwert der Familie. Es sei widersinnig, dass man alles tue, um junge Mütter möglichst schnell in den Arbeitsprozess zu integrieren, obwohl man wisse, dass es für die Entwicklung der Kinder ganz wichtig sei, eine Beziehung zu den eigenen Eltern aufzubauen. "Bei den Pensionen bewegt sich hingegen nichts. Da habe ich den Eindruck, dass die Akzente nicht mehr stimmen", meinte Küng.

Den Fragebogen aus dem Vatikan sieht Küng laut der Wochenzeitung als Sensibilisierung für das Anliegen Ehe und Familie. Die Kirche habe hier eine riesige Aufgabe: "Es muss unsere konstante Bemühung sein, für die Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau einzutreten und zur Großzügigkeit in Bezug auf Kinder zu ermutigen." Dass die Ehe zwischen Mann und Frau Grundlage der Familie sei, gehöre nach Auffassung der katholischen Kirche zur Schöpfungsordnung. "Daher ist nicht vorstellbar, dass die Kirche plötzlich ein anderes Familienbild vertritt", sagte der Bischof.

Geschiedenen Wiederverheirateten müsse man beistehen, so Küng, der gleichzeitig auf die Unauflöslichkeit der Ehe und die Bedeutung der Eucharistie verwies. Er hoffe, dass die Synode Hilfestellung zur Erleichterung der Situation sein werde, erwarte sich aber nicht, dass die Kirche auf einmal ihre Grundprinzipien aufgeben werde. Zur Frage des Kommunionempfangs dieser Gruppe meinte der Bischof, es dürfe nicht je nach Pfarrer eine unterschiedliche Praxis geben.

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